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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Großeinsatz am abgelegenen Gebäude

21.06.2019

Ahlhorn Fatale Folgen hat das schwere Gewitter über Ahlhorn am Mittwochabend gehabt: In einem Einfamilienhaus am Feldmühlenweg in Ahlhorn ist gegen 22 Uhr der Blitz eingeschlagen und hat das Gebäude weitgehend zerstört, insbesondere den Dachstuhl. Das Haus wurde gerade umfangreich saniert. Der „Rohbau“ war daher unbewohnt, so dass keine Personen zu Schaden kamen. Vier Freiwillige Feuerwehren bekämpften mit einem Großaufgebot den Brand bis tief in die Nacht. Die Rauchwolke war in dem von Blitzen immer wieder hell erleuchteten Himmel weithin zu sehen. Die Szenerie mit den vielen Feuerwehrfahrzeugen und Blaulicht rund um das völlig abgelegene Haus, das sich in einer Sackgasse befindet, war gespenstisch. Es ist nur über schmale, teilweise unbefestigte Straßen zu erreichen.

Der Schaden wird auf rund 120 000 Euro geschätzt. Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt, als Brandursache wird ein Blitzeinschlag vermutet. Anwohner der Straße hatten einen lauten Knall gehört und sahen daraufhin Flammen aus dem Dach schlagen. Trotz der schnell eingetroffenen Freiwilligen Feuerwehren aus Ahlhorn, Sage, Großenkneten und Cloppenburg brannte das Haus vollständig aus. Insgesamt rund 110 Kräfte der Feuerwehren und der Johanniter aus Ahlhorn sowie zwei Mitarbeiter eines Strombetreibers waren im Einsatz

Die Feuerwehr Ahlhorn hatte bereits auf der Anfahrt die Flammen aus der Ferne gesehen. Es kam mehrmals hintereinander zu einer Durchzündung. „Innerhalb weniger Minuten stand der gesamte Dachstuhl in Vollbrand“, so die Ahlhorner Feuerwehr in ihrem Bericht.

Gleichzeitig mit Ahlhorn wurde die Feuerwehr Sage alarmiert sowie der Drehleiterzug aus Cloppenburg, bestehend aus insgesamt vier Fahrzeugen. Die Ahlhorner Kräfte bauten unverzüglich eine Löschwasserleitung auf und begannen, das Feuer von außen zu löschen, dabei wurden sie von den Sagern unterstützt. Währenddessen wurde die Feuerwehr Großenkneten, die zeitgleich einen anderen Einsatz hatte, hinzu alarmiert. Da das Gebäude sehr abseits liegt, wurde ein Pendelverkehr zur Wasserversorgung eingerichtet.

Mit der Drehleiter der Cloppenburger konnte mit gezielten Löscharbeiten direkt am Dach begonnen werden. Dabei wurden Pfannen zerschlagen, um besser an das Feuer heranzukommen. Mehrere Trupps unter Atemschutz arbeiteten sich langsam ins Gebäude vor.

Die Schnelleinsatzgruppe SEG der Johanniter versorgte die Kräfte mit Getränken und einer Kleinigkeit zu essen. Der Gerätewagen Atemschutz aus Ganderkesee sorgte dafür, die zahlreichen Atemschutzflaschen wieder einsatzbereit zu machen.

Nach etwa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Es hatte sich jedoch in der Isolierung ausgebreitet. Zahlreiche Trupps mussten unter großer körperlicher Anstrengung die Glaswolle und den Hartfaserdämmstoff rausreißen und ablöschen. Auch zahlreiche Platten, die im Gebäude gelagert wurden, mussten einzeln auseinandergezogen und gelöscht werden

Gegen 3.30 Uhr verließen die Ahlhorner als letzte die Einsatzstelle für kurze Zeit, da mehrere Kameraden in wenigen Stunden zu ihrer Arbeitsstelle mussten. Zudem mussten die Getränke auf den Fahrzeugen ausgetauscht werden. Neue Schläuche wurden benötigt und Wechselkleidung wurde organisiert.

Zehn Kräfte kehrten gegen 4.30 Uhr zurück. Da war bereits wieder offenes Feuer zu sehen. Dieses wurde abgelöscht, Materialien wurden auseinandergezogen und Glutnester abgelöscht. Um 6.30 Uhr gingen diese Kräfte.

Um 10 Uhr war bei einer Kontrolle wieder starke Rauchentwicklung zu sehen, insbesondere im Dämmmaterial. Mit Schaum- und Netzmittel wurde wieder fast drei Stunden gelöscht. Die aufwendigen Löscharbeiten zogen sich somit bis in die Mittagsstunden des Donnerstags.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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