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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Johanniter: Eigentlich wäre jetzt Hochsaison gewesen

03.08.2020

Ahlhorn „Eine andere Kiste wird vom Auto müssen“, sagt Christian Gallikowsky zu sich selbst. Sein wissender Blick wandert über die blauen Boxen im Fahrzeug vor ihm, in denen sich das Material für den Rettungseinsatz befindet. Die wenigen Veranstaltungen, die er mit anderen ehrenamtlichen Helfern diesen Sommer betreut, brauchen mehr Vorbereitung als üblich. „Wir müssen mehr Material mitnehmen, vor allem Desinfektionsmittel und Infektionsschutzkleidung“, erklärt der 26-Jährige, der ehrenamtlich im Ortsverband Ahlhorn der Johanniter-Unfall-Hilfe die Sanitätsdienst-Einsätze koordiniert.

Eigentlich Hochsaison

„Corona hat uns einen dicken Strich durch den Terminplaner gemacht“, erzählt Christian Gallikowsky und zeigt auf seinem Smartphone Dutzende Veranstaltungen, bei denen die Johanniter aus Ahlhorn eigentlich die Absicherung für medizinische Notfälle übernehmen sollten. Normalerweise wäre jetzt Hochsaison, die Freiwilligen wären jedes Wochenende unterwegs. Doch seit Mitte März fallen die meisten Termine aus – Volksfeste, Konzerte, Festivals und Märkte können zum Schutz vor der Übertragung von Sars-Cov-2 nicht stattfinden. „Für uns ist das der ruhigste Sommer, an den wir uns entsinnen können“, sagt der Ehrenamtliche, der als Gruppenführer Einsätze leitet, und aus seinem Gesicht kann man die Enttäuschung herauslesen. „Johanniter werden Sanitäter, weil sie Hilfe leisten wollen. Rumsitzen ist nicht so unsere Sache“, sagt Gallikowsky, der seit 2015 bei den Johannitern ist.

Im Rahmen der schrittweisen Öffnung holen nun einzelne Veranstalter ihre Termine nach. Jeder Aspekt im Ablauf muss neu überlegt werden.

„Veranstaltungen, die seit Jahren nach etablierten Plänen laufen können, müssen komplett neu angeschaut werden“, erklärt Gallikowsky und berichtet von den zahlreichen Telefonaten, die er in den vergangenen Wochen geführt hat.

Für den Johanniter Christian Gallikowsky bedeutet die Neuorganisation, sich Gedanken um seine Abläufe zu machen und die Hygieneregeln zu verschärfen. Dabei kann er auf ein regionales Sicherheitskonzept zurückgreifen, welches die Johanniter für ihre Ortsverbände zusammengestellt haben und an dem er mitgeschrieben hat. „Unsere Helfer haben natürlich Fragen“, sagt er. „Vor allem in Situationen der Hilfeleistung, wenn wir am Patienten arbeiten müssen und Abstände nicht gehalten werden können, wollen sie dennoch gute Arbeit abliefern.“

Für die Einsätze plant Gallikowsky derzeit etwas mehr Personal als sonst. „Wenn es zu einem Einsatz auf dem Veranstaltungsgelände kommt, habe ich noch einen Helfer in der Hinterhand, der die Abstände zu den umstehenden Besuchern sichert und das zusätzliche Material einbringt“, erklärt er.

Angst nein, Respekt ja

Angst vor Corona haben er und seine Mithelfer nicht. „Allerdings Respekt“. Daher nimmt er sich auch viel Zeit für eine gute Vorbereitung des Sanitätswachdienstes.

Wenn Gallikowsky das zusätzliche Desinfektionsmaterial auf seinem Lkw verladen haben wird, wird er sich noch mal den Krankentransportwagen anschauen – und bestimmte Teile der Ausrüstung in der Wache lassen. Was er nicht unbedingt braucht, nimmt er auch nicht mit. Das spart später Aufwand bei der Desinfektion des Fahrzeuges, wenn die Helfer einen Patienten transportiert haben.

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