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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Wenn Helfer plötzlich attackiert werden

04.12.2019

Ahlhorn Ehsan Montaseri hat seit 2014 rund 1000 Stunden Video-Material auf Überwachungskameras über Selbstverteidigungstechniken und verwandte Themen gesichtet. Das Ziel dieser zeitraubenden Arbeit: Eine simple Technik zur eigenen Selbstbehauptung zu erarbeiten, die schnell erlernbar ist und durch einfache Griffe die Notwehr im Fall eines Angriffes ermöglicht. Herausgekommen ist das mittlerweile von namhaften Größen in der Selbstverteidigung anerkannte System „Komak“.

Als Gründer der NGKM-Community und Entwickler von Komak war Ehsan Montaseri jetzt im Laola-Fitness-Center in Ahlhorn zu einem Seminar zu Gast. Zum ersten Mal stellte er dort das so genannte „Thin line program“ vor, das er ausgearbeitet hat. „Darin geht es zunächst darum, denen zu helfen, die uns helfen“, so der Trainer.

„In diesem Programm dürfen alle ,Liner’ wie Feuerwehrleute (Rote Liner), Polizisten (Blaue Liner), Soldaten (Grüne Liner) und Rettungsdienste (Weiße Liner) heute teilnehmen“, erläuterte er weiter. In gut sechs Seminarstunden deckte Montaseri von Gewaltprävention über Notwehr und Nothilfe bis zur Nachbereitung alles ab.

Wie Montaseri ausführte, dauere ein Angriff in der Regel 20 bis 30 Sekunden. Das zeigen Filmdokumente. Um sich und sein Leben zu schützen, müsse auf Angriff schnell reagiert werden. Das sei aber wegen der Schocksituation, die bis zu zehn Sekunden betrage, schwer.

Erster Ansatzpunkt sei also, den Schockzustand auf ein Minimum zeitlich herunterzufahren.

Pöbeln, Schubsen, Packen, Kopfnuss, ein Schlag, ein Tritt: Plötzlich hat der Angreifen ein Messer in der Hand. Dagegen gibt es zigfache Techniken. Welche wende ich jetzt an, ist dann die Frage. Überlegungen, die oft zu lange dauern würden, beschrieb der Seminarleiter.

Die Komak-Technik reduziere die Abwehr von Angriffen auf vier ansetzbare Griffe und auf Technik, die an den gesetzlichen Rahmen angepasst ist.

Angriffe auf Rettungskräfte würden zunehmen. Angriffe, die im Einsatz von einer Rettungskraft nicht erwartet werden, denn es soll ja geholfen werden. Gerade hier geht es nach Ansicht von Montaseri um gezieltes, schnelles Handeln. Ein Handeln, das wiederum der Angreifer nicht vermutet, so dass dadurch Zeit gewonnen werden kann.

Thomas Schuldlos, Rettungssanitäter des Malteser-Hilfsdienstes in Wildeshausen, trainiert Selbstverteidigung im Landkreis Oldenburg unter dem Dach von „La Defensa“.

Künftig wird er auch das System Komak als Trainer anbieten. Jeden Dienstag um 19.30 Uhr findet im Laola-Fitnesszentrum ein Training statt. Auch hier richtet sich das Angebot an Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungskräften oder auch Bundeswehr. Montaseri ist es ein Anliegen, einfache, stressfreie Werkzeuge zu vermitteln, um im richtigen Moment agieren zu können.

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