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Aktualisiert vor 14 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Warnleuchten an Bahnübergang nicht zu sehen

11.07.2018

Aschenstedt Zwei schwere Zusammenstöße mit Zügen der Nordwest-Bahn und zuletzt der tödliche Unfall im September 2017 lassen Brackhahn und seiner Familie keine Ruhe; denn er verlor dabei seinen Schwiegersohn, dessen Wagen vom Zug erfasst worden war. Einen unbeschrankten Bahnübergang direkt vor der Grundstückseinfahrt zu haben und beim Annähern eines Zuges nicht die roten Warnleuchten direkt einsehen zu können, das bemängelt Dieter Brackhahn aus Aschenstedt am Übergang Iserloyer Straße.

Was Brackhahn jetzt umtreibt, ist, dass sich seitdem nichts am Bahnübergang Iserloyer Straße zur Sicherung und Verhinderung solcher Unfälle getan hat. „Wenn man dann in der Zeitung liest, dass der Bahnübergang erst im Jahr 2021 mit Schranken versehen werden soll, dann frage ich mich, was in der Zeit bis dahin für unsere Sicherheit getan wird. So wie es jetzt aussieht, gar nichts“, ärgert sich Brackhahn.

Jede Ausfahrt vom Grundstück ein Roulettespiel

An Ort und Stelle zeigte er auf die roten Warnleuchten, die durch Kappen gegen Lichteinfall abgedeckt werden. „Die Abdeckungen sind so angebracht, dass man ein Rotlicht von unserer Ausfahrt erst erkennen kann, wenn auf den Radweg aufgefahren wird.“ Der sei aber ebenso wenig einsehbar. Außerdem sei in jüngster Zeit reger Straßenverkehr mit vielen Lastkraftwagen, Müllfahrzeugen und Speditionsfahrzeugen auf der Strecke zu verzeichnen. Das alles mache jede Ausfahrt vom Grundstück zum Roulettespiel.

Der Aschenstedter schrieb die Gemeinde Dötlingen und den Landkreis Oldenburg an. Von der Gemeinde kam die Antwort, dass für die DB Netz ein Nachrüsten nicht möglich sei. Nur ein Neubau der Anlage könne Abhilfe bringen – frühestens 2022. Auf Nachhaken wurde daraus dann 2021.

Kosten für Neubau bei ungefähr 600.000 Euro

Auch Landrat Carsten Harings antwortete für den Landkreis schnell. Der schrieb, dass es neben dem zeitlichen Faktor auch einen finanziellen gebe. Etwa 600.000 Euro werden für den Neubau des Übergangs veranschlagt. Dabei gilt eine Drittelregelung. Die Bahn übernimmt 400.000 Euro. Der Bund und der Kreis zahlen jeweils 100.000 Euro.

Harings in seinem Antwortschreiben: „Somit ist der Landkreis Oldenburg trotz nicht direkter Zuständigkeit als Straßenbaulastträger auch finanziell betroffen. Die Haushaltsmittel werden in den kommenden Jahren durch unsere geplanten Straßenbaumaßnahmen vollständig ausgeschöpft. Ob darüber hinaus die notwendigen Mittel für die Erneuerung des Bahnüberganges bereitgestellt werden, kann erst im Zuge der nächsten Haushaltsberatungen entschieden werden.“

Muss erst ein weiteres Unglück passieren?

Für Dieter Brackhahn als direkt Betroffener eine unbefriedigende Antwort des Kreises. „Da stellt sich die Frage, ob erst noch wieder ein Unglück passieren muss, bis das Geld zur Verfügung steht.“

Brackhahn und ein anderer direkt betroffener Anlieger drängen zumindest auf die kurzfristige Anbringung eines Rotlichtes in Richtung ihrer Grundstücksausfahrten. „Es würde uns schon helfen, wenn wir direkt sehen können, ob ein Zug kommt oder nicht.“ Immerhin fahren hier am Tag rund 40 Personenzüge. In der Nacht ab und an auch Gütertransporte.

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