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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Riesenbabys suchen ein Zuhause

05.03.2019

Bergedorf Etwas unsicher tapsen Harley und Joker hinter Xenia Dreier und Annemarie Stiewe her. Halsband und Leine scheinen sich für die Welpen noch wie Fremdkörper anzufühlen, die sie eigentlich gerne abschütteln würden. Aber als sich die Tierpflegerinnen hinhocken, um den Hunden eine Streicheleinheit zu spendieren, fällt die Anspannung sichtlich ab: Harley lässt sich auf den Boden plumpsen, ihr Bruder Joker legt Annemarie Stiewe die plüschige Pfote auf den Unterarm, als diese beim Streicheln kurz pausiert.

Kontakt zum Tierheim Bergdeorf

Im Tierheim Bergedorf, Am Eckerkamp 15, werden Fundtiere und beschlagnahmte Tiere aus der Gemeinde Ganderkesee und dem Landkreis sowie einigen benachbarten Kommunen betreut. Geöffnet ist es immer montags, donnerstags und freitags von 14 bis 16.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 13.30 Uhr (außer an Feiertagen).

Zu erreichen ist es außerdem per Mail (info@tierheim-bergedorf.de) und unter Telefon 04222/8 05 87 47.

    www.tierheim-bergedorf.de

„Sie sind noch sehr ängstlich, aber freuen sich über Menschen“, sagt Tierpflegerin Nadine Sprathoff, die sich zusammen mit ihren Kolleginnen im Tierheim Bergedorf um die etwa zwölf Wochen alten Welpen kümmert. Was die jungen Hunde – ziemlich sicher handelt es sich um Owt­scharkas, eine aus dem Kaukasus stammende Herdenschutz-Hunderasse – in ihren ersten Lebenswochen erlebt haben und wie sie gehalten wurden, ist unbekannt. In der Obhut des Tierheims sind sie seit Donnerstagabend, nachdem sie herrenlos in der Gemeinde Hatten gefunden und von einem Anwohner eingefangen wurden. „Die beiden wurden zwei Tage lang in einem Waldstück am Papenmoorweg gesehen, ließen sich aber zuerst nicht anfassen. Wir gehen davon aus, dass sie ausgesetzt wurden“, sagt Nadine Sprathoff.

Auf dem Weg nach Bergedorf legten die Tierheim-Mitarbeiter mit Harley und Joker direkt einen Zwischenstopp beim Tierarzt ein, um die beiden gründlich durchchecken zu lassen. Der Rüde hatte ein Hautekzem am Maul und stark entzündete Augen, während die Hündin einen gesunden Eindruck vermittelte. Dieser bestätigte sich: „Milben konnten direkt ausgeschlossen werden“, so Nadine Sprathoff. Und die Behandlung der wunden Schnauze und der verklebten Augen des Rüden schlage gut an.

Nun sollen die Welpen erst einmal in Ruhe genesen. „Sie werden auch noch bei uns geimpft und gechippt“, so Nadine Sprathoff. Sobald der Tierarzt dann grünes Licht gebe, könnten die beiden vermittelt werden. Das allerdings dürfte nicht ganz einfach werden, denn Harley und Joker bringen schon jetzt 13 Kilogramm auf die Waage und können als ausgewachsene Tiere bis zu 90 Kilo schwer werden.

„Wir geben sie nur an erfahrene Hundehalter ab“, sagt Nadine Sprathoff. Idealerweise sollten die künftigen Besitzer einen großen Hof oder noch besser eine Schafherde besitzen. Optimal wäre es aus ihrer Sicht, wenn der neue Halter bereits einen Hund besitzt, der den Welpen als Orientierungshilfe dienen könnte.

Auch einige Formalien müssen Interessenten erfüllen: Neben dem Sachkundenachweis für Hundehalter, dem so genannten Hundeführerschein, müssen sie direkt eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.


Sehen Sie ein Video der Hundewelpen unter:   www.nwzonline.de/videos 
Video

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2745
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