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NWZonline.de Region

Mit Schaufel auf die Nachbarin eingeschlagen

07.11.2017

Bookholzberg /Ganderkesee /Oldenburg Ein jahrelang schwelender Nachbarschaftsstreit fand seinen vorläufigen Höhepunkt in einem Schaufelschlag – und jetzt mit einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung.

80 Stunden gemeinnützige Arbeit muss eine 20-Jährige aus Ganderkesee ableisten, weil sie mit einer Schaufel auf eine Nachbarin ihres Stiefvaters eingeschlagen hat. Dieses Urteil des Amtsgerichtes in Delmenhorst hat das Oldenburger Landgericht am Montag in zweiter Instanz bestätigt. Die Tat, die dem Verfahren zugrunde lag, fand am 26. Oktober vergangenen Jahres statt.

Die Angeklagte hielt sich damals häufig bei ihrem Stiefvater in Bookholzberg auf, weil sie dort Pferde zu verpflegen hatte. Die Weide befindet sich hinter einem Nachbargrundstück. Die Nachbarn sind jedoch seit Jahren zutiefst verfeindet.

Am Tattag wollte die Angeklagte zusammen mit ihrem Hund die Pferdeweide aufsuchen. Dazu musste sie an dem Grundstück der verhassten Nachbarin vorbei. Wie der Zufall es wollte, lief der Hund der Angeklagten dabei auf das Grundstück der Nachbarin. Die 55-Jährige regte sich darüber fürchterlich auf, worauf die Angeklagte den Feststellungen zufolge eine Schaufel ergriff und damit Richtung Kopf der Nachbarin schlug. Die 55-Jährige konnte den Schlag aber abwehren. Sie hatte ihren linken Arm schützend vor ihren Kopf gehalten. Durch den Schlag wurde die 55-Jährige erheblich am Arm verletzt und war infolgedessen zwei Wochen lang arbeitsunfähig.

Die Angeklagte hatte den Vorwurf vor Gericht bestritten. Sie habe nicht mit einer Schaufel zugeschlagen. Vielmehr habe die Nachbarin ihren Hund getreten, sagte die 20-Jährige. Das Gericht glaubte ihr aber nicht. Die Verletzungen am Arm der Nachbarin wurden unter anderem als wesentliches Indiz für die Schuld der Angeklagten angesehen. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Alexander Wiebe sah auch in dem fürchterlichen Nachbarschaftsstreit keinen Grund dafür, dass die 55-Jährige die Angeklagte zu Unrecht belasten könnte.

Ob der Nachbarschaftsstreit nach dieser tätlichen Auseinandersetzung nun sein Ende gefunden hat, dürfte derweil fraglich sein. Die Schaufel-Attacke kann wohl zur Beruhigung der Gemüter nicht beitragen. Worum es bei dem Streit, der mit Attacken auf Hühner- und Kaninchenställe und auf Zäune einhergehen soll, eigentlich ursprünglich ging, ist nicht bekannt.

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Delmenhorst | Landgericht Oldenburg