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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Viele wollen Teil des Drohnen-Teams werden

24.05.2019

Bookhorn Vermisste Personen finden, Brandnester aufstöbern oder auch blitzschnell eine Übersicht über Großschadenslagen gewinnen: All das und noch vieles mehr wird die Aufgabe der neuen Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Malteser-Ortsgliederung Ganderkesee sein, die sich auf die Drohnenrettung spezialisiert. Zwei Piloten befinden sich bereits in der Ausbildung – viele weitere dürften in Kürze hinzukommen.

Das jedenfalls legt die große Resonanz nahe, die die Malteser am Mittwochabend bei ihrem ersten Informationsabend zum Drohnen-Einsatzteam verzeichneten. „Der Abend hat unsere Erwartungen völlig übertroffen!“, freute sich Philipp Seidel, Ortsgeschäftsführer der Hilfsorganisation. Mehr als 40 Interessierte begrüßte er zusammen mit dem Ortsbeauftragten Tom Borsum und dem Leiter der Notfallvorsorge im Malteser-Bezirk Oldenburg-Nord, Roman Kaminski, in der Dienstelle in Bookhorn.

Besonders positiv bewertet Seidel, dass (Berufs-)Feuerwehrleute, hauptamtliche Rettungssanitäter und Polizisten ihrer Expertise einbringen wollen und auch Ehrenamtliche aus anderen Organisationen Interesse an einer Vernetzung bekundet hätten. Mit selbstgedrehten Videos aus der Drohnen-Perspektive führten die Malteser den Gästen das Einsatzspektrum des mit hochauflösender Kameratechnik und Thermografie ausgestatteten Geräts vor – ohne zu idealisieren. „Uns ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Arbeit mit der Drohne keine Spielerei ist“, betont Philipp Seidel. „Wir wollen damit Leben retten. Und das passiert nicht immer unter günstigsten Bedingungen.“ Einsätze fänden auch bei schlechtem Wetter und häufig nachts statt.

Die Malteser setzen auf Ehrenamtliche, die Teil ihrer „Familie“ werden möchten und auch bereit sind, sich über die Drohnenpilotenausbildung hinaus zum potenziellen Lebensretter ausbilden zu lassen – nicht zuletzt, um im Ernstfall wiedergefundenen Personen Erste Hilfe leisten zu können. Eine Verpflichtung gehen Interessierte dennoch nicht ein. „Wir vertrauen darauf, dass jeder, der sich ausbilden lässt, mit Spaß und Motivation bei der Sache bleibt“, so Seidel.

Vier Personen umfasst jedes Drohnen-Einsatzteam: zwei Piloten, einen Kraftfahrer und einen Funker. „Nicht jeder muss technisch versiert sein und die Drohne selbst fliegen wollen“, betont Seidel. „Wir benötigen für die SEG auch einen großen Pool von Einsatzsanitätern, die im Katastrophenfall schnell eingreifen können.“ Auch Interessierte, die sich zum Erste-Hilfe-Ausbilder qualifizieren lassen möchten, werden noch gesucht.

Einen ersten Sanitätsdienst hat die neue SEG, die von Christian Liebezeit geleitet wird, bereits absolviert: Bei der Jubiläumsfeier des Ganderkeseer Baggerbauers Atlas stellte sie den Sanitätsdienst.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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