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FEUER: Dachstuhlbrand zerstört Wohnhaus in Gemeinde Dötlingen

17.10.2009

KLATTENHOF Großbrand am Rande des Waldgebiets Stühe bei Klattenhof (Gemeinde Dötlingen, Kreis Oldenburg): Schon von weitem sahen die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Brettorf und Neerstedt am Freitag gegen 3.15 Uhr den Flammenschein. Als sie an der Straße „Am Stühe“ auf dem einsam gelegenen Waldgrundstück eintrafen, brannte das zweistöckige Haus lichterloh. Das Gebäude (im Stil an ein Nurdach-Haus erinnernd) ist ersten Schätzungen zufolge vermutlich als Totalschaden zu betrachten. Personen kamen nicht zu Schaden.

Bilder von dem Brand

Der 51-jährige Bewohner, der im Schlaf von dem Feuer überrascht worden war, konnte sich rechtzeitig ins Freie retten. Der Mann, ein Verwandter der 90-jährigen Eigentümerin, war durch den Qualm aufgewacht, hatte sich am Boden entlang zur Treppe vorgearbeitet und war dann nach draußen geeilt. Da sein Telefon ausgefallen war, fuhr er zum Nachbarn, der die Feuerwehr alarmierte. Nach Angaben des 51-Jährigen war das Gebäude zuletzt durch einen Holzofen beheizt worden, da die Heizung ausgefallen war. Die Eigentümerin wohnte daher auch in einem nahen Altenheim, um abzuwarten, bis die neue Heizung eingebaut sein sollte. „Ob der Betrieb des Ofens samt des angeschlossenen Schornsteinzuges im Zusammenhang mit dem Brandausbruch steht, ist noch nicht abschließend geklärt“, so die Polizei. Die Brandermittler der Wildeshauser Polizei haben vor Ort Untersuchungen zur Ermittlung der Brandursache eingeleitet.

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Nach Angaben von Gemeindebrandmeister Gerd Rüdebusch waren rund 60 Feuerwehrkräfte bei dem aufwendigen Einsatz dabei. Zehn Feuerwehrfahrzeuge kamen zum Einsatzort. Als die ersten Kräfte eintrafen, hatte sich der Brand bereits auf weite Teile des Dachstuhls ausgeweitet. Nach Brettorf und Neerstedt wurde auch die Ortsfeuerwehr Havekost-Hengsterholz nachalarmiert. „Die Zusammenarbeit klappte gut“, so Rüdebusch.

Die Wasserversorgung gestaltete sich schwierig. Zunächst wurde ein Bohrbrunnen in der Nähe genutzt, doch da die EWE den Strom abschaltete, fiel auch die Pumpe aus. Über eine Schlauchleitung zu einem rund 500 Meter entfernten Teich wurde dann das Wasser herangeschafft. „Wir haben sämtliche Schläuche verwandt“, so Gemeindefeuerwehrpressewart Dirk Lüke. Auch ein Pendelverkehr mit Fahrzeugen wurde zwischenzeitlich eingerichtet, berichtete Gerd Rüdebusch.

Die ersten anderthalb Stunden mussten sich die Wehren auf das Löschen von außen beschränken. Erst dann war das Feuer so weit unter Kontrolle, dass Atemschutztrupps das Haus betreten und die Brand- und Glutnester ablöschen konnten. Später brachten die Dötlinger die Wärmebildkamera nach, um die Glutnester besser finden zu können. Die anfangs alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Ganderkesee kam nicht zum Einsatz, da das Gelände es nicht zuließ.

Erst nach 8 Uhr konnte ein Großteil der Feuerwehrmänner abrücken.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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