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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Silvester: Damit der Jahreswechsel ein Knaller wird

30.12.2010

WILDESHAUSEN Noch ein wenig unentschlossen steht Mechthild Feldhaus vor dem großen Tisch mit Silvesterartikeln. In ihrer Hand hält sie eine Packung mit Knallfröschen. Geht es jedoch nach ihrem Mann Günter kann es zum Jahreswechsel ruhig bunter und lauter zugehen: „Zwei Feuerwerks-Batterien müssen noch mit“, entscheidet er. Das Ehepaar nutzt gleich den ersten Verkaufstag am Mittwoch, um sich für den Silvesterabend mit dem nötigen Equipment einzudecken. „Wir feiern immer mit drei Familien und Kindern. Da muss es schon was zu sehen geben“, meint Günter Feldhaus.

Weniger Böller verkauft

Damit trägt das Ehepaar dazu bei, das sich die Erwartungen von Aktiv-Marktleiter Martin John erfüllen. „Schon jetzt wird deutlich, dass der Trend Richtung Raketen und Batterien geht“, erzählt John. Klarer Vorteil der Feuerwerksbatterien: Mit nur einmal Zünden werden gleich mehrere Raketen abgefeuert. „Gerade bei den Temperaturen sind die Leute froh, nicht ständig in der Kälte neue Raketen zünden zu müssen“, meint der Marktleiter.

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Böller werden hingegen für die Kunden immer uninteressanter. „Die gehen bei uns kaum weg“, muss auch Agnes Dammann feststellen. Ansonsten ist die stellvertretende Marktleiterin von „Ihr Platz“ in der Westerstraße mit dem Verkaufsstart zufrieden.

„Die Leute wollen einfach mehr was fürs Auge“, erklärt sich Famila-Mitarbeiter Andreas Klück die Vorliebe der Käufer. Mit einigen Mitarbeitern betreut er das Feuerwerks-Sortiment. Immer wieder muss er mit seinen Kollegen Nachschub aus dem Lager holen. Die erste Lieferung nahm er bereits am Dienstag entgegen. „Doch zwei werden noch kommen“, weiß Klück. Grund ist die begrenzte Menge an explosiven Stoffen, die die Märkte lagern dürfen.

Nicht nur die Käufer, auch die Marktleiter achten bei ihrem Kauf auf Qualität. Darüber hinaus haben sich die Händler bei der Artikelauswahl an der Nachfrage im letzten Jahr orientiert. „Neben den Raketen waren auch Luftschlangen und Wunderkerzen so schnell verkauft, dass wir in diesem Jahr gleich mehr davon bestellt haben“, sagt Aktiv-Marktleiter John. Insgesamt 1,5 Tonnen Knaller, Böller und Raketen gehen hier bis zum 31. Dezember über die Ladentheke. Die Verkaufszahlen sind vergleichbar zum Vorjahr.

Vorsicht beim Zünden

Bei all dem Spaß ist allerdings Vorsicht geboten, warnt die Feuerwehr. So sollte jeder in der Silvesternacht seine Umgebung beobachten und die Fenster der Häuser geschlossen halten. „Man sollte Feuerwerkskörper generell nicht zu nah an Häusern zünden und Kinder nie ohne Aufsicht mit den Böllern und Raketen hantieren lassen“, erläutert Oberfeuerwehrmann Björn Dietz aus Wildeshausen. Mit zwölf Männern und Frauen wird er in der Silvesternacht im Einsatz sein. Zur Freude der Feuerwehrleute ist es in den vergangenen Jahren eher ruhig geblieben. „Im letzten Jahr hatten wir einen Kellerbrand“, erinnert sich Feuerwehrmann Daniel Müller, der hofft, dass auch in diesem Jahr möglichst wenig passiert.

Im Umkreis von 200 Metern zu Reet- und Fachwerkhäusern ist das Abbrennen von Feuerwerken verboten. Darauf weist die Niedersächsische Gesundheitsministerin Aygül Özkan hin. Darüber hinaus dürfen aus Gründen des Lärmschutzes keine Knaller und Raketen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen abgebrannt werden.

Beim Zünden der Böller gibt es weitere Sicherheitshinweise zu beachten: Die Feuerwerkskörper sollten mit dem BAM-Zulassungszeichen versehen sein. Zudem müssen sie im Freien und mit ausreichendem Sicherheitsabstand gezündet werden. Raketen sollten dazu mit dem Führungsstab in eine Flasche gestellt werden. Im Notfall sollte Feuerwehr oder Rettungsdienst unter Telefon  112 benachrichtigt werden.

Viele Hunde und Katzen reagieren mit Panik auf den Krach von Böllern und Raketen. Hunde sollten daher an Silvester nur angeleint ausgeführt werden. Zudem sollte kein Tier unbeaufsichtigt nach draußen gelassen werden.

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