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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Lebensgefahr! Das Eis auf den Seen ist noch viel zu dünn

24.01.2017

Wildeshausen /Neerstedt Aufgrund der Wetterlage der vergangenen Tage, wodurch sich auf zahlreichen Gewässern Eisflächen bildeten, haben sich am vergangenen Samstag Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neerstedt und der DLRG Wildeshausen zu einer Eisrettungs-Übung getroffen. Als Übungsort diente die Sandgrube des Glaner Sandkontors in Glane, um in der Praxis eine eingebrochene Person aus dem Eis zu retten.

Noch zu dünn: Das Eis auf einem See sollte mindestens 15 Zentimeter dick sein, bevor es betreten werden kann. BILD: DLRG/Heino Fastje

Verhaltensregeln an gefrorenen Gewässern

Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so die DLRG. Denn: Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen.

Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Mehr Infos unter http://k.dlrg.de/eisregeln

Eike Jung, Mitglied der DLRG und Mitglied der Feuerwehr Neerstedt, rüstete sich dafür mit einem Trockentauchanzug aus und wagte sich, durch Leinen gesichert, aufs dünne Eis, auf dem er auch sofort einbrach. Cord Wachtendorf von der DLRG erklärte den Feuerwehrleuten und Wasserrettern die erforderlichen Schritte.

Zunächst wurden dem „Verunglückten“ Wurfleinen zugeworfen. Daran konnte sich der Eingebrochene erst einmal festhalten. Währenddessen rüsteten sich die Retter mit Schwimmwesten und Sicherungsgeschirr zur Eigensicherung aus. Arbeiten am und auf dem Wasser beziehungsweise auf dem Eis werden nie ungesichert durchgeführt.

Die Helfer begaben sich, durch Leinen gesichert, auf das Eis. Die mitgenommene Schleifkorbtrage der DLRG wurde dem Eingebrochen zugeschoben und unter den Körper ins Eisloch gesteckt. Dann mussten die Sicherungsleute an Land arbeiten und alles vom Eis ans rettende Ufer ziehen.

Diese Übungen wurden auch noch mit Leitern und anderen Hilfsmittel wiederholt. Zu den Einweisungen und Übungen kamen noch die Hinweise auf die notwendige Weiterversorgung von geretteten, unterkühlten Personen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei dem zuständigen Amt über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

„Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein“, so die DLRG.

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