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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Training: Diese Spürnasen retten Leben

13.03.2017

Brettorf Das Bellen der Hunde ist auf dem Hof von Werner Harms am Samstagmorgen nicht zu überhören. Zu übersehen sind auch nicht die Feuerwehrleute in voller Montur. Doch es geht relativ gelassen an diesem Morgen zu. Die Hunde werden immer mal wieder gelobt und gestreichelt. Es wird gelacht und die Ausrüstung überprüft. Aber alle warten doch auch auf ihren Einsatz

Auf dem Hof wohnt Anika Baro. Sie leitet an diesem Morgen den jährlich als Training stattfindenden Orientierungsmarsch der Rettungshundestaffel für Bremen und Niedersachsen. Die Hundestaffel ist an die Freiwillige Feuerwehr Lemwerder, kurz RHOT genannt, angegliedert. Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich die Abkürzung „Rettungshunde/Ortungstechnik“.

Elf der insgesamt 20 Hundeführer mit insgesamt 24 Hunden sind mit ihren Suchtieren an diesem Samstag nach Brettorf gekommen. Obwohl die Hundestaffel der FF Lemwerder zugeordnet ist, kommen die Hundeführer unter anderem aus Bremen, Goldenstedt und eben auch aus Brettorf, wie Anika Baro. Sie lässt an diesem Morgen ihre vierbeinigen Suchhunde zu Hause, denn sie leitet den Orientierungsmarsch.

Mit GPS und Karte

Wie zum Beweis klingelt wieder das Handy. Fragen gibt es an dem Übungstag immer wieder. Auch von den vier Helfern, die drei Stationen für die drei Teams beim Orientierungsmarsch aufgebaut haben. „Auf der 13 Kilometer langen Strecke wird an einer Station die Ausrüstung mit Wasser und Nahrung für Mensch und Tier überprüft, die jeder für einen Tag mitführen muss“, erklärt die Brettorferin. An Station zwei wird die Erste Hilfe am Hund geübt, und an der dritten werden die Kenntnisse für die Erste Hilfe am Menschen unter Beweis gestellt. Daneben geht es an diesem Tag auch darum, mit GPS-Orientierung und Karte eine vorgegebene Strecke im Gelände abzulaufen.

Von Haidhäuser führt der Marsch über Hengsterholz an den Rand zur Gemeinde Ganderkesee und über Klattenhof zurück zum Startpunkt. „Das wird einige Stunden in Anspruch nehmen. Gegen 15 Uhr sollten die drei Teams hier wieder nach einander einkehren. Dann gibt es auch eine Bratwurst“, verspricht die Organisatorin.

Flächen/Trümmer-Hunde

Pressesprecherin der Hundestaffel Bettina Dogs-Prößler schildert derweil die Aufgaben der Hundestaffel. „Generell geht es darum, Vermisste zu suchen. Das machen wir mit unseren Flächen/Trümmer-Hunden, aber auch mit speziell für das Man-Trailing ausgebildeten Hunden.“ Auf der Fläche könne mit einem Hund und dessen Führer eine Fläche von 20 bis 30 000 Quadratmetern abgesucht werden.

Immer kommt es dabei auf die feine Nase der Vierbeiner an. Während auf der Fläche nach lebendenden Menschen gesucht und beim Fund ein Verbellen bis zur Ankunft des Hundeführers von den Tieren gegeben wird, suchen die Man-Trail-Hunde direkt nach einer Person. Dazu dient ihnen eine Geruchsprobe in Form von Kleidungsstücken.

Übliche Einsätze sind die Suche nach an Demenz erkrankten vermissten älteren Menschen, Verschütteten oder anders Verunglückten. Durchaus werden Freiwillige der Hundestaffel auch schon einmal ins Ausland beordert. Sowie beim schweren Erdbeben 2015 in Nepal. Lars Prößler von der Hundestaffel war dort mit seinem Hund im Einsatz. Anika Baro stand abrufbereit in der Warteschleife.

Einsatz auch im Ausland

Im Notfall kann mit den Hunden, die einen weitaus besser entwickelten Geruchssinn haben, Menschenleben gerettet werden. Dafür dient ein solcher Ori-Marsch und das ständige Training zwei- bis dreimal die Woche.


     www.rettungshunde-lemwerder.de 

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