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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Mit „Kaffee“ waren Drogen gemeint: Dealer verurteilt

16.05.2019

Dötlingen /Wildeshausen /Oldenburg Wegen Handeltreibens mit Drogen in 75 Fällen hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch einen 35 Jahre alten Mann aus Dötlingen zu vierzehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Damit reduzierte die Kammer auf die Berufung des Angeklagten hin ein früheres Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen um vier Monate. Einige der Taten wurden als minder schwere Fälle eingestuft, weil die gedealte Menge an Cannabis nur ein paar Gramm betrug.

Fest stand für das Landgericht aber auch, dass der Angeklagte in 72 Fällen Drogen an einen Bekannten verkauft hatte. Der 35-Jährige hatte dazu erklärt, das Rauschgift sei im Prinzip für den Eigenbedarf bestimmt gewesen. Dem Bekannten habe er nur gelegentlich mal etwas abgegeben. Das glaubte das Gericht nicht, zumal der Bekannte des Angeklagten selbst zugegeben hatte, von dem 35-Jährigen 72-mal Rauschgift gekauft zu haben.

Im Rahmen einer Hausdurchsuchung waren bei dem Angeklagten 30 Gramm Cannabis gefunden worden. Auch dafür hatte der 35-Jährige eine Erklärung. Die Drogen gehörten nicht ihm, sondern Freunden. Die kämen gelegentlich vorbei und jeder bringe dann seine Drogen mit. Dann setze man das Rauschgift zum Kochen und Backen ein, meinte der Angeklagte. Aber auch das glaubte das Gericht nicht. Die 30 Gramm Cannabis hätten dem Angeklagten gehört.

Die Richter konnten sich auch nicht vorstellen, dass die 30 Gramm Cannabis zum Kochen und Backen gedacht gewesen seien. Haschkekse waren noch bekannt, aber wie Cannabis beim Kochen eingesetzt werden könnte, das konnte sich keiner so recht vorstellen. Der Angeklagte hatte auch Drogen an eine Bekannte verkauft. Wenn wieder mal eine Lieferung anstand, hieß es in WhatsApp Nachrichten: „Hast du noch Kaffee, komme später vorbei“. Das Gericht war davon überzeugt, dass mit „Kaffee“ Drogen gemeint war.

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