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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Soziales: Erstes Fahrzeug heißt ,Johannes Vechta 21’

28.06.2011

WILDESHAUSEN Die Bilanz ist beachtlich: Mehr als 300 Dienststunden leisten die Ehrenamtlichen des Malteser Hilfsdienstes (MHD) Wildeshausen allein im Sanitätsdienst. „Da sind die Einsätze im Weserstadion noch nicht einmal eingerechnet“, sagt Thomas Siemer, Stadtbeauftragter der Malteser. Dazu kommen Blutspende-Aktionen, Schwesternhelferin-Lehrgänge, Erste-Hilfe-Kurse und und und. In diesen Tagen feiert die Wildeshauser Malteser-Stadtgliederung ihr 40-jähriges Bestehen. Die Rettungswache besteht 30 Jahre.

Angefangen hat alles im Frühjahr 1970 mit einem Ersten-Hilfe-Kursus, den Albert Töpfel (MHD Lutten) im Kindergarten Johanneum durchführte. Bei der Abschlussfeier regte der damalige Pastor Anton Tumbrägel an, die Malteser auch in Wildeshausen zu gründen. Von den 21 Teilnehmern fanden sich fünf Aktive, die sich der Aufgabe stellten: Wolfgang Andrzejewski, Hugo Dierken, Elisabeth Hartmann, Alwin Siemer und Hermine Röttger. Siemer (ovales Bild), der 2010 starb, wurde im Mai 1971 offiziell zum Stadtbeauftragten ernannt. Dieses Amt bekleidete er bis 2001.

Gemeinsam mit DRK, Johannitern und der Freiwilligen Feuerwehr übernahmen die Malteser 1972 an den Wochenenden den Rettungsdienst und den Krankentransport. „Kurz vor dem Heiligabend 1973 bekamen die Malteser ihr erstes Einsatzfahrzeug“, so Thomas Siemer beim Blick in die Chronik, „es hatte den Funknamen ,Johannes Vechta 21’.“ Ausgerechnet eine Podiumsdiskussion im früheren „Haus Burgberg“ führte dazu, dass der MHD ab Januar 1980 den Rettungsdienst und den Krankentransport in Wildeshausen übernahm. Zuvor war das DRK in der Verantwortung. Zwei hauptamtliche und 45 ehrenamtliche Malteser wurden im Kellergeschoss des Krankenhauses Johanneum untergebracht. Die erste, rein ehrenamtliche Schicht bestand aus Alwin Siemer, Hans-Hermann Kramer, Heinz und Maria Kathmann, Wilhelm Meyer, Clemens Ripke und Ilse Menneking. „Kaum zu glauben, dass damals Ehrenamtliche den Rettungswagen fuhren“, erinnert sich Kathmann. Die Bilanz des ersten Jahres: 4155 Transporte.

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Mittlerweile gebe es eine zunehmende Professionalisierung, erläutert Siemer. So biete der MHD heute unter anderem Hausnotruf-Dienste, Menü-Service oder Psychosoziale Notfallversorgung an. Im vergangenen Jahr gab es für den Rettungsdienst 4048 Einsätze, davon 1179 mit Notarzt. Es gibt mittlerweile elf Hauptamtliche und fünf Auszubildende zum Rettungsassistenten. Mit einem Anteil von 30 Prozent zählt die Rettungswache Wildeshausen zu den aktivsten im Landkreis.

Auch das Team der knapp 60 Ehrenamtlichen, davon viele bei der Schnell-Einsatzgruppe (SEG), ist gut aufgestellt. Das Programm reicht vom Erste-Hilfe-Kursus bis zu Verhaltenstipps bei Notfällen mit Kindern. Stark gefragt seien Betriebshelfer-Lehrgänge. „Auch der Schulsanitätsdienst ist ein Erfolgmodell“, sagt Kassandra Groeneveld, Leiterin Soziales Ehrenamt. Zur 2008 gegründeten „Malteser-Jugend“ kommen jeden Mittwoch im Schnitt 14 Kinder. Beim Papstbesuch im September in Deutschland wird sich eine große Gruppe der Wildeshauser Malteser am Sanitätsdienst beteiligen. Und wie sehen die Zukunftswünsche aus? Siemer: „Wir wollen unsere Stärke beibehalten.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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