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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Bedarfsplan beschert Ortswehr neues Domizil

22.01.2020

Falkenburg Ein Ausblick gehört am Ende immer dazu, wenn bei einer Jahreshauptversammlung Zwischenbilanz gezogen wird – bei der Freiwilligen Feuerwehr Falkenburg nahm der Blick in die nahe Zukunft am Montagabend etwas mehr Raum ein als sonst üblich. Andreas Gillerke, der seinen ersten Bericht als Ortsbrandmeister hielt, sprach gar von „einschneidenden Veränderungen“, die der Ortswehr bevorstehen.

Hintergrund ist die Risikobewertung im Rahmen des 2019 für das Gemeindegebiet erstellten Feuerwehrbedarfsplans. Dort, so berichtete Gillerke, sei die Falkenburger Wehr bei der Technischen Hilfeleistung wegen der Einsatzabschnitte auf der A 28 in die höchste Risikostufe eingeordnet worden. Das habe zur Folge, dass der Fuhrpark nicht mehr dem Soll entspreche.

Personalien der Feuerwehr Falkenburg

Allerlei Beförderungen hatte Gemeindebrandmeister Bernd Lembke im Falkenburger Feuerwehrhaus vorzunehmen: Ortsbrandmeister Andreas Gillerke trägt nun offiziell den Titel Oberbrandmeister, Alexander Löbs ist jetzt Hauptlöschmeister. Zur Löschmeisterin befördert wurde Yvonne Müller, zum Löschmeister Marcel Müller. Sarah Haß darf sich jetzt Oberfeuerwehrfrau nennen, Jan-Peter Warmuth Oberfeuerwehrmann. Verpflichtet wurden Finja Meyer und Steffen Eick – beide sind jetzt Feuerwehrfrau und Feuerwehrmann.

Bei der Wahl zum Ortskommando wurden alle Amtsinhaber einstimmig bestätigt. Folglich bleibt Eike Cordes stv. Gruppenführer der 1. Gruppe, Timo Stöver stv. Gerätewart, Alexander Löbs Sicherheitsbeauftragter und Jürgen Hagestedt Zeugwart. Ricarda Rühland, bislang kommissarische stv. Zeugwartin, wurde offiziell ins Amt gewählt.

Bereits in Kürze soll eines von drei Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF) 20, die die Gemeinde neu anschaffen muss, in Falkenburg stationiert werden. Zusätzlich muss die Wehr in den nächsten Jahren mit einem neuen Löschfahrzeug (LF) 20 ausgestattet werden. Der erste Wermutstropfen: Ihr noch relativ junges LF 10 müssen die Falkenburger nach Bergedorf abgeben. Der zweite Wermutstropfen: Die neuen Fahrzeuge passen nicht mehr in die bestehende Fahrzeughalle. Das bedeutet, dass aus den Erweiterungsplänen des Feuerwehrhauses nun Neubaupläne werden.

„Die Standortfrage ist noch nicht geklärt“, sagte Bürgermeisterin Alice Gerken mit Blick auf das künftige Feuerwehrhaus. Aktuell verhandle die Verwaltung mit Grundstückseigentümern.

Breiten Raum nahm in der Versammlung die Rückschau auf 2019 ein – aus Sicht Gillerkes ein „normales Jahr“, was die Zahl der Einsätze angeht, nicht aber in Bezug auf die Art der Einsätze. Unter anderem hatten die Falkenburger Kameraden vor der Herausforderung gestanden, mehr als 150 Kühe und Rinder in Sicherheit zu bringen, als in Altmoorhausen eine Bombe entschärft wurde. Auch ein tödlicher Bahnunfall in Schierbrok „forderte unseren Einsatzkräften einiges ab“, so der Ortsbrandmeister. In Zahlen sieht Gillerkes Bilanz so aus:

13 933Stunden haben die Mitglieder der Feuerwehr Falkenburg 2019 an ehrenamtlicher Arbeit investiert. Enthalten sind auch die Dienststunden der Jugendlichen und Senioren. Auf die Arbeit der aktiven Einsatzkräfte entfallen davon 7679,75 Stunden – die sich auf 298 Dienste und Einsätze verteilen.

35 Einsätze hatten die Mitglieder der aktiven Wehr 2019 zu bewältigen. In acht Fällen handelte es sich um Brandeinsätze im eigenen Löschbezirk, viermal wurden sie in benachbarten Löschbezirken tätig – unter anderem beim Feuer im Gebäude der Ganderkeseer Kinderkrippe „Sonnenblume“.

14 Atemschutzgeräteträger waren zum Jahresende tauglich. Weitere acht Kameraden besäßen die erforderliche Untersuchung, jedoch fehle jeweils eine Komponente für die volle Tauglichkeit, so Gillerke. Er appellierte an die Aktiven, auch künftig selbst darauf zu achten, dass alle Komponenten vorhanden sind.

22 Feuerwehr-Senioren zählt die sehr aktive Altersabteilung der Falkenburger Feuerwehr. Hannelore Lambeck berichtete von insgesamt elf Ausflügen und anderen Aktivitäten.

94Mitglieder gehörten der Falkenburger Feuerwehr zu Jahresbeginn insgesamt an. 53 von ihnen – davon zehn Frauen – bilden die aktive Wehr. Im Vorjahr waren es noch fünf Aktive mehr gewesen. Der Jugendfeuerwehr gehörten von Jahresbeginn bis Jahresende konstant 19 Mitglieder an. Auch in diesem Jahr wolle man, wie schon 2019, in die Offensive gehen, um weitere Jugendliche für die Mitarbeit in der Feuerwehr zu begeistern, kündigte der Ortsbrandmeister an. Er rief die Kameraden auf, sich aktiv an der Nachwuchswerbung zu beteiligen, um das Fortbestehen der Freiwilligen Feuerwehr Falkenburg langfristig zu sichern.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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