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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Energie: Fast elf Minuten bleibt der Strom weg

08.10.2013

Wildeshausen Verdutzte Verkäuferinnen im dunklen Modengeschäft, nervöse Eisdielenbesitzer vor ihren Tresen, in den Büros Mitarbeiter vor schwarzen Computerschirmen: Ein kurzfristiger Stromausfall hat am Montagnachmittag, 16.30 Uhr, minutenlang für verdutzte Gesichter und Ratlosigkeit in vielen Wildeshauser Gebäuden gesorgt. Der Grund: Ein brennendes 20-kV-Kabel in einem Trafohaus der EWE auf dem Gelände des Krankenhauses Johanneum an der Feldstraße. Hier sprangen in den wichtigen Bereichen sofort Notstromaggregate an, die Patientenversorgung war jederzeit sichergestellt, so Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt.

Knapp elf Minuten

Dieser Brand führte zu einem „großflächigen Stromausfall in Wildeshausen“, bestätigte EWE-Pressesprecher Christian Blömer, besonders rund um die Visbeker Straße. Aber auch andere Straßen waren betroffen, so die Westerstraße, und andere Gebiete der Stadt. Der Grund: Das vom Umspannwerk Wildeshausen kommende Kabel sorgt „wie ein Ader“ für die Stromversorgung in der Stadt, erklärte Blömer. Am Johanneum wurde sie unterbrochen, und als Folgewirkung waren diverse folgende Trafostationen ebenfalls gestört. Ergebnis: Alle an diesen Trafostationen angeschlossenen Haushalte blieben knapp elf Minuten ohne Strom. Exakt um 16.29 Uhr und 58 Sekunden ging die Stromstörung in der Netzleitstelle der EWE in Oldenburg ein. „Um 16.40 Uhr und 53 Sekunden war sie behoben“, so Blömer.

Ursache unklar

Viele dürften den Defekt womöglich auch erst am Abend angesichts des blinkenden Radioweckers oder ähnlicher Anzeigen gemerkt haben. Die schnelle Wiederherstellung des Stromflusses gelang dem Netzbetreiber, da er die Versorgung in dem engmaschigen Netz von mehreren Seiten aus schalten kann und somit die Lücke beim Trafohaus Johanneum überbrücken konnte.

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Blömer bestätigte diverse Anrufe in der Störungsstelle der EWE. „So ein Stromausfall ist in der Region schon die Ausnahme“, sagte er. Genaue Zahlen über die betroffenen Haushalte lägen aber nicht vor. Der Ausfall sei großflächig gewesen, aber kurz, betonte er. Warum es zum Kabelbrand bekommen ist, sei unklar. Vorrang habe aber auch zunächst die Behebung des Schadens.

Wiederanschluss

Kaum waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Montag beim Johanneum abgezogen, da folgten fünf Firmen im Auftrag der EWE. „Mit Hochdruck“, so der EWE-Pressesprecher, nahmen sie die Arbeit auf, um auch die Krankenhaus wieder schnellstens an die öffentliche Stromversorgung zu bringen. Dafür waren auch Tiefbauarbeiten notwendig, um neue Leitungen zu verlegen. Bereits am späten Montagabend rechneten EWE und Krankenhaus mit dem Wiederanschluss des Johanneums ans öffentliche Stromnetz.

„Alle lebensnotwendigen Bereiche sind mit Notstromaggregaten doppelt abgesichert“, so Verwaltungsdirektor Bartelt . Die Stromversorgung auf diesem Wege habe wie geplant sofort funktioniert. Gleichwohl ist das Krankenhaus bei der Großleitstelle in Oldenburg zunächst für einige Stunden abgemeldet worden, um keine Operationen und neuen Intensivbehandlungen unter Notstrombedingungen aufzunehmen. Für diesen Dienstag ging Bartelt bereits wieder von Normalbetrieb aus.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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