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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Feuerwehr fordert ein Ende des Spuks

30.05.2014

Wildeshausen Das war schon ein ehrenvoller und spannender Moment, als Stadtbrandmeister Helmut Müller am frühen Himmelfahrtsmorgen in der Lehmkuhle Ehrenstadtbrandmeister Helmut Krause und Hauptlöschmeister Edo Johannes vor die angetretenen Feuerwehrleute, Vertreter der Stadt sowie Musiker des Spielmannszugs und Blasorchesters rief.

Bei Krause bedankte sich Müller mit einer Urkunde, Nadel und einer Wanduhr für seine 70-jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrwesen. Hauptlöschmeister Edo Johannes bringt es auf 60 Jahre.. Sein Präsent war neben Urkunde und Ehrennadel ein Gutschein für Angelzubehör.

Antreten um 5 Uhr

Traditionell stehen die Ehrungen des Himmelfahrtsausmarsches der Feuerwehren Düngstrup und Wildeshausen in der Lehmkuhle im Mittelpunkt. Bereits um fünf Uhr waren die Kameraden am Feuerwehrhaus zum Marsch angetreten. Das Frühstück fand bei Schönherr in Düngstrup statt. Zum Zeremoniell gehören auch die Beförderungen und Ernennungen.

Kurt Hagelmann wurde erneut zum stellvertretenden Stadtbrandmeister ernannt und ins Ehrenbeamtenverhältnis berufen. Als Vertreter von Stadt und Rat nahmen Evelyne Goosmann und Jens Kuraschinski die Ernennung vor.

Zuvor hatte Stadtbrandmeister Müller mehrere Beförderungen ausgesprochen. Zur Oberlöschmeisterin beziehungsweise zum Oberlöschmeister wurden Nina Hohendahl und Frederik Kazuch befördert. Löschmeister ist nun Torsten Pooch, Hauptfeuerwehrmann sind Dennis Zedler und Bruno Reiser. Tobias Müller, Rene Simon und Marco Backhus sind Oberfeuerwehrmänner, Jonas Kramer ist Feuerwehrmann. Vergeben wurden auch zwei Medaillen für den Hochwassereinsatz an der Elbe an Torsten Wawrzinek und Dennis Zedler.

„Ein aktives und einsatzreiches Jahr 2013 liegt hinter uns mit rund 240 Einsätzen, so viel wie seit vielen Jahren nicht mehr. Fast jeden zweiten Tag hatten wir einen Einsatz“, hob Stadtbrandmeister Müller hervor. Auch im laufenden Jahr scheine sich dieser Trend fortzusetzen.

Er erwähnte auch das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und bedankte sich bei deren Begründer Werner Mietzon, der mittlerweile zum Bezirksjugendfeuerwehrwart gewählt wurde.

Ein Jahr im Amt

Auf seine nun einjährige Erfahrung als Stadtbrandmeister ging Müller auch mit Döntjes ein. „Die häusliche Situation hat sich gebessert. Ich darf auch mal zu Einsätzen mitfahren. Neu ist aber, dass man nach beendeten Einsätzen am Ort des Geschehens schlichtweg vergessen wird….“

Ernste Worte richtete er dagegen an Rat und Verwaltung. Die Fronten zwischen Feuerwehr und Verwaltung seien gespalten. Feuerwehrhaus, Pagenmarsch, Kostenexplosion seien eine unendliche Geschichte, die nachhaltig auch die Stadt prägen werde, so Müller. „Ich hoffe, dass der neue Bürgermeister eine respektvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehr gewährleisten wird. Wir stellen unsere Freizeit und unseren Dienst ehrenamtlich zur Verfügung an 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr. Wir sind nicht für den politischen Teil von Entscheidungen verantwortlich.“

In das gleiche Horn stieß Kreisbrandmeister Andreas Tangemann, der wie der stellvertretende Verbandsvorsitzende Frank Hattendorf ein Grußwort sprach. Tangemann zeichnete noch einmal den Entscheidungsprozess bis zur Auswahl der Pagenmarsch als Standort für das neue Feuerwehrhaus nach. „Von 15 Standorten wurden elf seitens der Feuerwehr abgelehnt. Schließlich wurde es die Pagenmarsch an der Breslauer Straße.“ Die Feuerwehr habe sich aber nur für diesen Standort ausgesprochen, wenn das Grundstück völlig unbelastet sei, die Straße verbreitert und die Kurve vor dem Hallenbad entschärft werde.

Gutachten eingeholt

Gutachten seien eingeholt worden. Vom Landkreis habe es keine Bedenken hinsichtlich des Hochwasserschutzes gegeben. Das Grundstück sei als strategisch richtig eingestuft worden. „Die Gutachten ergaben keine Kostensteigerung, dahingehend wurde nicht untersucht. Die Kosten explodierten aber mit Fortschritt der Bautätigkeit“, so Tangemann.

Die Schuld an der Entwicklung heute der Feuerwehr in die Schuhe zu schieben, sei verwerflich. Die Feuerwehr sei kein Verein, sondern eine hoheitliche und kommunale Pflichtaufgabe. „Wir Feuerwehrleute sind keine Bittsteller. Machen Sie nun diesem Spuk langsam ein Ende“, forderte der Kreisbrandmeister die Stadtverwaltung und den Stadtrat auf.

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