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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Feuerwehr nass gemacht

21.06.2011

Die Mienen der Feuerwehr-Führungskräfte verfinsterten sich analog zum Himmel über Ganderkesee: Am Sonntagvormittag, bei der Eröffnung der Jubiläumsmeile zum Hundertsten der Ortswehr, mögen Ortsbrandmeister Rolf Meyer und sein Helferteam gedacht haben, es könne noch besser werden im Laufe des Tages, doch dieses Fünkchen Hoffnung erlosch ganz schnell im penetranten Dauerregen. So wurde ein langfristig und intensiv vorbereitetes Programm arg verwässert – weil es nur ein kleines Publikum erreichte. Besonders die Aktivitäten auf dem Festplatz fanden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – zum Beispiel die Prominenten-Übungen: Die Ratsmitglieder Konrad Lübbe, Gerd Brand, Werner Fleischer, Rolf Oetken und Insa Schwarting-Bakenhus mussten bei Lösch- und Bergungsversuchen ihr Talent unter Beweis stellen. Obwohl alle sich wacker schlugen, ist es wohl doch besser, dass die Politiker über Feuerwehr-Belange nur entscheiden und das Retten, Bergen und Schützen den professionellen Kräften überlassen.

Sehr gut ausgebildet sind auf alle Fälle die Mitglieder der Hundestaffel Weser-Ems – egal, ob zwei- oder vierbeinig. Das Wetter brachte aber auch sie an Grenzen: Aus Holzleitern und Balancierbrettern hatten die Hundeführer einen Parcours an der Kreuzung Mühlenstraße/Bergedorfer Straße aufgebaut. Doch schnell war das Holz regennass und der Parcourslauf wurde für die acht Rettungshunde zur Schlitterpartie. Rüde Scotty, beispielsweise, schaffte den Weg erst beim zweiten Anlauf. Beim ersten rutschte er kurz vorm Ziel aus und fiel auf den Boden. Gott sei Dank konnte er sich schnell wieder aufrappeln.

Immerhin konnte der Dauerregen nicht die Begeisterung des Feuerwehrnachwuchses löschen: Mit der orange-blauen Regenjacke ausgerüstet und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, durften sich die Neulinge der Jugendfeuerwehr Ganderkesee bei der Eröffnung der Festmeile ihre Jugendflamme abholen. Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer heftete den Nachwuchskräften das Abzeichen an die linke Brusttasche. Zu den ausgezeichneten Jugendfeuerwehrmädchen und -jungen gehören: Diyar Aytan, Jan-Hendrick Beuke, Shirin Bock, René Heydemann, Jannik Hüneke, Vivien Meyer, Tim Simering und Tim Wolf. Die Jugendflamme erhalten alle, die bereits die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und zum Beispiel selbstständig einen Notruf absetzen und kleinere feuerwehrtechnische Übungen vorführen können.

Zum Geburtstag gibt es Geschenke. Das war bei der Feier zum 100-jährigen Bestehen nicht anders: Der Förderverein, in Person seines Vorsitzenden Friedrich Rohlfs, überreichte der Ortsfeuerwehr Ganderkesee acht Navigationssysteme für die Einsatzwagen – ein Geburtstagsgeschenk, das auf große Freude stieß. „Nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt, wir würden den Weg nicht ohne Karte finden“, erklärte Ortsbrandmeister Rolf Meyer mit einem Lachen. Die Navigationsgeräte haben eine Zusatzfunktion: Sie zeigen Löschstellen im Umkreis des Brandes an.

Als die Feuerwehr ihr Jubiläum feierte, war Ulf Thiele schon wieder zu Hause. Dabei hätte der Generalsekretär der CDU Niedersachsen zu dem Anlass durchaus etwas beitragen können, denn das Thema bei seiner Stippvisite am Sonnabend in der Gemeinde Ganderkesee war das ehrenamtliche Engagement, beziehungsweise die Möglichkeiten, es zu erhalten und zu fördern. Bei den Feuerwehren sei zum Beispiel denkbar, die Altersgrenze für Aktive flexibler zu gestalten, sagte Thiele, der in Begleitung von rund 20 örtlichen Christdemokraten durch die Gemeinde radelte. Zur Kaffeepause steuerte die Gruppe die neue Schießhalle des Schützenvereins Grüppenbühren an, wo nach Erdbeerkuchen und Himbeer-Sahnetorte der Vereinsvorsitzende Volker Bleydorn den Gästen das überwiegend in Eigenarbeit errichtete Gebäude vorstellte. Die rund 10 000 Stunden Arbeit, die von den Mitgliedern investiert wurden, beeindruckten auch den CDU-General, der das Projekt als „ein Paradebeispiel für ehrenamtliche Tätigkeit“ lobte.

Schon ein paar Jahre älter ist die Schießhalle in Immer. Dort trafen sich am Sonnabend die Damen und die Herren des Schützenvereins Bürstel-Immer nach ihren jeweiligen Radtouren wieder. Während die Männer unter Leitung von Bernd Menkens und Rainer Lamken in Richtung Norden unterwegs waren und unter anderem den Garten- und Landschaftsbaubetrieb von Volker Kreye besichtigten, radelten die Frauen in südwestlicher Richtung durch den Stühe und Teile der Nachbargemeinde Dötlingen. Diese Tour hatte Schützenkönigin Heike Plate organisiert. Einen „König“ konnten aber auch die Männer bieten: Mario Morawe sicherte sich den Titel während der Fahrradtour, weil er beim Zwischenstopp am Gasthof Sievers im „Pit Pat“ (einer Kombination aus Minigolf und Billard) am besten abschnitt. Mit einem Grillabend – für Männer und Frauen gemeinsam – klang der Tag in der Schießhalle aus.

Leckereien vom Grill wurden am selben Abend auch bei der Sommerparty der Line-Dance-Gruppe „Swinging Liners“ serviert. Die meisten der rund 150 Gäste im und vor dem Schützenhof Ganderkesee tanzten sich jedoch die Kalorien sogleich wieder weg. Das lag an „Sony B“: Dank des Country-Barden aus Minden wurde das Parkett drinnen wie draußen praktisch ununterbrochen genutzt – draußen allerdings nur, solange das Wetter mitspielte. Denn auch die Line Dancers, die mit der Veranstaltung im Schützenhof ihr einjähriges Bestehen feierten, hätten sich für ihre Sommerparty ein bisschen mehr Sommer gewünscht.

Das galt ebenso für den Förderverein des Katharina von Bora-Hauses in Rethorn: Dessen Gemeindefest am Sonntag sollte eigentlich rund ums Haus stattfinden, stattdessen musste fast alles nach drinnen verlegt werden. Den Gottesdienst hielt Pastor Eckhard Dreyer noch draußen ab – Pavillons und Zelte machten’s möglich. Das Kinderprogramm hingegen wurde komplett unters Dach verlegt, und auch die musikalischen Beiträge von Fred Molde und Pia Oetken hörten die Gäste sich lieber im Trockenen an. Trotzdem war das Gemeindefest gut besucht, und Fördervereins-Vorsitzender Rolf Becker fand genügend Abnehmer für die rund 400 Tombola-Preise und die gut 1000 Kinder-Präsente, die von örtlichen Firmen und Haushalten gespendet worden waren.

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