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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Feuerwehr steht für ihren Chef mit Fackeln Spalier

23.02.2012

ALTMOORHAUSEN Fackel- umzug statt Kohlfahrt – damit hatte Altmoorhausens aus Altersgründen zum 29. Februar ausscheidender Ortsbrandmeister Heinz Schütte nicht gerechnet. Den Termin der eigentlich geplanten Kohlfahrt der Feuerwehr Altmoorhausen hatten Schüttes Nachfolger Andreas Wicht, der künftige stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Schütte, Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf, Gerätewart Hilmar Timpe und Gruppenführer Hauke Ellinghusen genutzt, um heimlich eine Abschiedsfeier zu organisieren, an der 120 Gäste teilnahmen.

Zunächst überraschte Hattendorf den langjährigen Ortsbrandmeister mit der Nachricht, dass es in Hurrel einen Bombenfund gegeben habe. Doch spätestens bei der „Einsatzbesprechung“ in einer nahe gelegenen Gaststätte merkte Schütte, dass man ihn gefoppt hatte: Statt des Krisenstabes traf er auf Abgesandte der Feuerwehr Kröpelin, Andreas Wicht und seinen Sohn Stephan. Nach der herzlichen Begrüßung aller Anwesenden und einem gemeinsamen Kaffeetrinken wurde Schütte wieder nach Hause gebracht.

Abends standen Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf, Andreas Wicht und Stephan Schütte indes in Uniform wieder vor der Haustür von Heinz Schütte: Der irritierte Ortsbrandmeister, der immer noch an die Kohlfahrt glaubte, sah den Spielmannszug Großenkneten und seine Ortswehr vor seinem Haus aufmarschieren. Seine Ehefrau, die Kinder und die Nachbarn waren im Vorfeld eingeweiht worden. Der Coup war gelungen: Heinz Schütte war sichtlich gerührt und sprachlos.

Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus standen Heinz Schüttes Kameraden mit Fackeln bestückt entlang der Straße Spalier. Der Spielmannszug Großenkneten schritt voraus, dahinter Heinz Schütte, neben sich Andreas Wicht und Frank Hattendorf, sowie seine Kameraden im „Rücken“. Im Feuerwehrhaus folgte die nächste Überraschung: 120 Gäste warteten auf den scheidenden Ortsbrandmeister. Andreas Wicht, ab dem 1. März Nachfolger Schüttes, hielt sehr souverän seine offizielle erste Rede. Er ließ noch einmal die Stationen der Feuerwehr-Karriere seines Vorgängers Revue passieren. Schütte war im Mai 1966 in die Feuerwehr Altmoorhausen eingetreten. Das Amt als Ortsbrandmeister hatte er am 1. November 1990 übernommen. Wicht nutzte die Gelegenheit, um sich auch persönlich zu bedanken: Als stellvertretender Ortsbrandmeister habe er viel von Schüttes Erfahrung profitieren können: „Ich werde versuchen, in deine Fußstapfen zu treten und sie so gut wie möglich auszufüllen.“ Auch Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf bedankte sich voller Wertschätzung bei „seinem“ Heinz Schütte.

Der Feuerwehr-Chef bekam von seiner Wehr einen Hydranten für den Garten geschenkt. In seinen Dankesworten bekannte er noch einmal: „Ein Ortsbrandmeister ist nichts ohne seine Mannschaft.“

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