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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Ehrenamt: „Format“ beim Feuerwehrhaus erwünscht

18.05.2012

WILDESHAUSEN Eine rasche Entscheidung in Sachen Feuerwehrwehrhaus hat der Wildeshauser Stadtbrandmeister Jürgen Koch angemahnt: „Die Feuerwehrunfallkasse (FUK) fordert ein neues Feuerwehrhaus, weil das alte nicht den Vorschriften und DIN-Normen entspricht. Auch fordert die FUK, dass der Neubau bis Mitte 2014 fertig sein muss“, sagte Koch am Himmelfahrtstag. Er wünsche sich „mehr Format“ von den Handelnden in Rat und Verwaltung. „Bis 2014 ist es nicht mehr lange hin.“

Begleitet vom Spielmannszug unter der Leitung von Martin Posenauer und dem Blasorchester unter der Leitung von Holger Becker waren die Freiwilligen Feuerwehren Düngstrup und Wildeshausen erneut in voller Stärke in den Lehmkuhlenwald ausmarschiert. Koch, der die Kameradinnen und Kameraden in seiner Funktion als Stadtbrandmeister zum letzten Mal in der Lehmkuhle begrüßte, würdigte das ehrenamtliche Engagement der Brandschützer. Der demografische Wandel mache vor der Feuerwehr nicht Halt. Sollte eine Freiwillige Feuerwehr aus Personalmangel geschlossen werden, könne sich kaum eine Kommune eine Berufsfeuerwehr leisten. Zudem sprach er sich gegen das Anheben der Altersgrenze von 62 auf möglicherweise 67 Jahre aus: „Wir brauchen junge Leute. Oder habt Ihr schon einmal einen Dachdecker auf dem First rumlaufen seher?“

2238 Stunden Arbeit

Unter den Ehrengästen begrüßte Koch Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, Kreisbrandmeister Andreas Tangemann, Kreisverbandsvorsitzenden Peter Sparkuhl, Kreisbrandmeister a.D. Ernst-August Müller, „St.-Florian“-Redaktionsleiter Harro Hartmann, die Ehrenstadtbrandmeister Herbert Harms und Conrad Kramer, Stefan Siemer vom Malteser-Hilfsdienst sowie Carsten Petermann, Björn Barkemeyer und Marco Haake von der DLRG-Ortsgruppe.

Die Wildeshauser Feuerwehren haben im vergangenen Jahr ihre Einsätze wieder „mit Bravour“ geleistet, sagte Koch. Insgesamt fuhren Düngstrup 115 und Wildeshausen 159 Einsätze. Umgerechnet seien dies 2238 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Dazu kommen 2160 Stunden Wachbereitschaft. Auch Shahidi würdigte das „exzellent funktionierende Lösch- und Rettungswesen“ und dankte für den „unermüdlichen Einsatz“. Er gehe davon aus, dass der Stadtrat bald „eine vernünftige Entscheidung“ in Sachen Feuerwehrhaus treffe werde. Der Bürgermeister ernannte Kurt Hagelmann nach den Voten der Feuerwehrkameraden und des Rates für sechs weitere Jahre zum Ortsbrandmeister in Düngstrup. Für Hagelmann ist es bereits die fünfte Amtszeit.

Kreisbrandmeister Tangemann kritisierte die seit 1994 schwelende Debatte ums Feuerwehrhaus. „Aus meiner Sicht ist die Feuerwehr Wildeshausen zum Spielball zwischen Verwaltung und Politik geworden.“ Tangemann appellierte an den Bürgermeister, das Thema „endlich zur Chefsache“ zu machen und eine Entscheidung zu treffen. Die Feuerwehrleute seien keine Bittsteller, sondern erfüllten hoheitliche Aufgaben.

Beförderungen

Unter dem Dach der Baumkronen nahm Koch Ehrungen und Beförderungen vor. Zum Feuerwehrmann ernannt wurden Tobias Müller und Marco Backhus. Den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann führt nun Valentin Viehmeier. Hauptfeuerwehrmann wurden Kai Strömer und Christoph Kammann. Urkunden für den Dienstgrad „Löschmeister“ und die entsprechenden Kordeln erhielten Nina Hohendahl und Frederik Kazuch. Zum Hauptlöschmeister wurde Torsten Breßler ernannt.

Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft im Feuerlöschwesen verlieh Verbandsvorsitzender Peter Soparkuhl. So erhielt Hauptlöschmeister Udo Apeler das Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 40-jährige Mitgliedschaft. Seit 25 Jahren engagieren sich die Hauptlöschmeister Thorsten Wawrzinek und Torsten Breßler im Feuerlöschwesen. Sie erhielten ein Ehrenzeichen. Dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Hagelmann war es vorbehalten, Stadtbrandmeister Jürgen Koch das Ehrenzeichen für 40-jährigen ehrenamtlichen Einsatz im Feuerlöschwesen an die Uniformjacke zu stecken.

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Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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