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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Für 140 Rettungskräfte wird die Nacht zum Tag

17.10.2016

Sage /Großenkneten Die Nacht zum Sonnabend war für viele Feuerwehrleute der Gemeinde Großenkneten kurz. Um 4.50 Uhr wurden die Wehren aus Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen und Sage über Melder und Sirene alarmiert. Die Annahme: In Sage war es im Windmühlenweg zu einem Brand in einem Wirtschaftsgebäude gekommen, mehrere darin befindliche Personen wurden vermisst.

Als kurz nach der Alarmierung die ersten Einsatzkräfte aus Sage am Brandort eintrafen, wurde umgehend mit der Brandbekämpfung und Menschenrettung begonnen, berichtet die stellvertretende Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbandes, Tanja Konegen-Peters. Mehrere Atemschutz-Trupps verschafften sich über die Eingangstüren und über Fenster Zugang zu den verwinkelten Zimmern. Schnell wurden die ersten Vermissten gefunden, ein verletzter Junge schrie herzzerreißend nach seinen Familienangehörigen, die sich noch im Gebäude befanden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und der SEG der Malteser aus Sandkrug wurde der Junge durch die Feuerwehrleute versorgt.

Dann erreichte die Einsatzleitung über die Großleitstelle ein weiterer Hilferuf: Auf der Straße vor dem Brandort sei es zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, weil die Fahrer durch das Feuer vom Straßenverkehr abgelenkt waren. Dabei wurden zwei Personen in einem der beteiligten Pkw eingeklemmt, aus dem anderen Fahrzeug, das in Brand geraten war, war eine Person zu retten.

Sofort wurden Einsatzkräfte vom Brandort zu dem Verkehrsunfall abgezogen. Nach der ersten Lageerkundung wurde ein weiteres Fahrzeug mit einem Rettungssatz nachgefordert.

Um aus einem der Wagen den Fahrer befreien zu können, musste die Fahrertür mit einem Spreizer geöffnet werden. Mit Hilfe der Malteser wurde der Mann anschließend aus dem Pkw geholt.

Da das Dach des anderen Wagens stark deformiert war, gestaltete sich dort die Rettung der beiden Insassen schwieriger. Mit einer hydraulischen Rettungsschere wurde das Dach des Pkw abgetrennt, um die Verletzten retten zu können.

Nachdem alle Personen befreit waren und auch das Feuer im Wirtschaftsgebäude gelöscht war, konnte um 6.10 Uhr „Übungsende“ verkündet werden.

Die groß angelegte Gemeindeübung war über elf Monate vorbereitet worden, hauptverantwortlich waren hierbei Gemeindebrandmeister Thorsten Schnitger, dessen Stellvertreter Rainer Hesselmann, Gemeindesicherheitsbeauftragter Tim Wedermann, Gemeindeatemschutzwart Sebastian Wolf sowie dessen „Vize“ Christian Klaener.

Um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten, hatten sich die Feuerwehrmänner viele Details ausgedacht. In dem leerstehenden Brandobjekt waren Möbel aus Paletten nachgebaut, Nebelmaschinen sowie Feuerschalen und Projektoren aufgestellt und zusätzlich Rauchbomben gezündet worden. Die Brand- und Unfallopfer wurden geschminkt, so dass ihre Wunden echt aussahen.

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