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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Faschingsbilanz der Polizei befriedigend – bis auf Bisse

12.02.2018

Ganderkesee Für den Faschingseinsatz haben Polizei und Rettungsdienst nie Personalprobleme: „Da kommen unsere Leute gern, viele wollen freiwillig mitmachen“, berichtete Andreas Strodthoff, Vorsitzender des Roten Kreuzes in Ganderkesee. „Das gilt auch für die Polizei“, bestätigt Lutz Auffarth, Leiter der örtlichen Polizeistation.

Dabei haben Beamte und Sanitäter beim Fasching immer viel zu tun – in diesem Jahr allerdings weniger als in der Vergangenheit, wie am Sonntag bei der Bilanz-Pressekonferenz nach dem Umzug alle Beteiligten zufrieden feststellten. Erfreulich sei besonders der deutliche Rückgang der Schnittverletzungen, sagte Strodthoff: „Bis zum Umzugsende mussten nur zwei Patienten genäht werden – im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt schon 13“. Die Aktion „Glasfrei um den Ring“ werde immer besser angenommen, hieß es. Bei den insgesamt 110 Versorgungsleistungen des DRK seien zwölf chirurgische Eingriffe erforderlich gewesen, so Strodt­hoff. Der überwiegende Teil der Behandlungen habe alkoholbedingte Ursachen gehabt.

Alkohol war auch bei vielen Polizeieinsätzen im Spiel. 14 Körperverletzungen habe es gegeben, davon eine schwere, berichtete Polizeirätin Gerke Stüwen, Leiterin des Polizeikommissariats in Wildeshausen. Dreimal leisteten Faschingsbesucher Widerstand gegen die Polizei, in einem Fall besonders heftig: Vier Beamte, darunter eine Frau, wurden durch Bisse und Schläge verletzt, als sie am Famila-Getränkemarkt einen 20-Jährigen in Gewahrsam nahmen. Bei der Polizistin sei der Biss durch den Handschuh gegangen, so Stüwen, sie sei im, Delmenhorster Krankenhaus behandelt worden. Der 20-Jährige und ein 19-Jähriger, der Auslöser des Einsatzes war, verbrachten die Nacht in der Zelle.

Insgesamt sei das Einsatzgeschehen im üblichen Rahmen einer Großveranstaltung wie dem Fasching geblieben, bilanzierte Stüwen. Dazu gehörte auch ein sexueller Übergriff: Eine junge Frau sei von einem Unbekannten betatscht worden. Die Fahndung verlief erfolglos.

Die Einsatzkräfte berichteten aber auch von angenehmen Erlebnissen: „Die Besucher scherzen immer wieder mit unseren Sanitätern nach dem Motto ,schönes Kostüm, das Ihr da anhabt’“, erzählte Andreas Strodthoff. Andererseits hätten manche Zuschauer, die ein Arzt- oder Krankenschwester-Kostüm trugen, ihre Dienste angeboten. Das wurde dankend abgelehnt.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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