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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

So soll der Fasching um den Ring sicher bleiben

06.02.2018

Ganderkesee Tausende Besucher werden am Wochenende wieder zum „Fasching um den Ring“ erwartet. Da spielt natürlich auch das Thema Sicherheit eine große Rolle. Die NWZ hat bei der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Jugendpflege des Landkreises nachgefragt: Was wird für die Sicherheit während des Umzugs getan?

Die Polizei

„Wie auch in den vergangenen Jahren wird die Gefährdungslage vor so einem Großereignis neu bewertet“, so Polizeioberkommissar Albert Seegers von der Pressestelle der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch. Obgleich es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung gibt, werden einige der eingesetzten Beamten wie bereits im vergangenen Jahr mit offen getragener Bewaffnung eingesetzt. Dies solle die Besucher aber nicht beunruhigen. „Niemand sollte Angst haben, zum Faschingsumzug zu kommen“, so Seegers.

Möglichst keine „Waffen“ mit sich führen

Polizei und GGV appellieren auch in diesem Jahr wieder an die Besucher des Umzugs, auf Waffen als Teil der Kostümierung zu verzichten.

Grundsätzlich verboten sind laut Polizeioberkommissar Albert Seegers so genannte „Anscheinswaffen“. Kurz gesagt handelt es sich dabei um Gegenstände, die gezielt den Anschein von echten (Feuer-)Waffen erwecken sollen.

Offensichtliche Spielzeuge wie Wasserpistolen sind derweil gesetzlich erlaubt. „Martialische Verkleidungen wie Soldat oder ähnliches sind nicht erwünscht“, betont derweil die GGV. Um Diskussionen vor Ort zu vermeiden, sollte man entsprechende Spielzeuge lieber gleich zuhause lassen. Und selbst das, was während des Umzugs vielleicht durchgeht, ist im Zelt wahrscheinlich trotzdem nicht erlaubt.

www.fasching-ganderkesee.de

„Die langjährige Erfahrung zeigt, dass vor allem mit einem Verkehrseinsatz zu rechnen ist“, erklärt der Oberkommissar weiter. Damit ist die Absperrung der Straßen und die Umleitung des Verkehrs gemeint. Insgesamt werde die Polizeipräsenz ähnlich wie in der vergangenen Session ausfallen. Auf starre Betonsperren, wie sie nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt bei vielen öffentlichen Festen eingesetzt werden, verzichte man bewusst, „um schnell auf Situationen reagieren zu können, in denen Fahrzeuge auf die Umzugsstrecke gelangen müssen.“

Die Polizei warnt derweil, dass es immer wieder zu Diebstählen und Schlägereien kam. „Gruppen von augenscheinlich stark betrunkenen Leuten sollte man aus dem Weg gehen“, rät Seegers und auch Wertgegenstände sollten sicher verstaut werden. Wer Straftaten, egal welcher Form, beobachte, solle umgehend den Notruf Telefon  110 wählen oder direkt die vor Ort eingesetzten Polizeibeamten ansprechen.

Das DRK

Das DRK wird die Veranstaltung mit rund 100 Einsatzkräften, darunter vier Ärzte, absichern. Diese kommen aus den Kreisverbänden, Ammerland, Delmenhorst, Cloppenburg, Wesermarsch, Oldenburg-Stadt, Vechta und natürlich aus dem Kreisverband Oldenburg-Land, zu dem das DRK Ganderkesee gehört.

„Die Einsatzkräfte sind auf Fußgruppen, Fahrzeuge, Einsatzleitung, zwei Fahrradstreifen, den Hauptverbandplatz und die mobile Sanitätsstation aufgeteilt“, erklärt Roar Abel, Pressesprecher des Kreisverbands Oldenburg-Land. Die mobile Sanitätsstation wird wie gewohnt am Festplatz in der Raiffeisenstraße aufgestellt und auch der Hauptverbandplatz wird wieder in die Räumlichkeiten der Delme-Werkstätten in der Pestalozzistraße einziehen.

Neben den Sanitätern werden zusätzliche Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung eingesetzt. Diese kümmern sich im Notfall um Angehörige und betreuen diese. Weitere Helfer kommen in der Küche, bei der Verpflegung der Mannschaft, zum Einsatz.

Insgesamt setzt das DRK Ganderkesee zehn Rettungs- bzw. Krankenwagen und zwei Notarztfahrzeuge beim Fasching um den Ring ein. Diese werden während des Umzuges auf die Strecke verteilt, so dass immer ein Rettungswagen bzw. ein Notarzt in der Nähe ist. Des Weiteren werden drei Gerätewagen zur Verstärkung vorgehalten.

Eine Bitte haben die Einsatzkräfte sowie die GGV: „Der Verzicht auf Gläser und Glasflaschen reduziert das Verletzungsrisiko und erleichtert die Arbeit für das DRK.“

Die GGV

Die GGV setzt auf das altbewährte Konzept. Als Sicherheitsdienst wurde wie in den vergangenen Jahren auch „elko & Werder Security“ engagiert, der sowohl den Umzug als auch die Party im Festzelt begleitet.

Genau wie die Polizei appelliert die GGV derweil an die Besucher, auf „Waffen“ als Bestandteil der Kostümierung zu verzichten (siehe Infokasten).

Das Jugend- und Ordnungsamt

Mitarbeiter des Jugend- und des Ordnungsamtes werden zusammen mit der Polizei wieder mehrere „Streifen“ bilden, die während des Umzugs speziell Jugendliche kontrollieren. Dabei geht es vor allem um den unerlaubten Konsum von Alkohol. Im Visier stehen vor allem, aber nicht ausschließlich, die bekannten Treffpunkte wie der Bereich vor dem Famila-Getränkemarkt. „Es handelt sich dabei um stichprobenartige Kontrollen“, so Beate Pollak vom Jugendamt. Dabei gehe es auch darum, herauszufinden, woher die Jugendlichen den Alkohol haben.

Claus Arne Hock
Volontär, Agentur Schelling
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2743

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