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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Zießler: „Bürger fühlen sich veräppelt“

10.12.2019

Ganderkesee Es bleibt dabei: Einen Kreisel am Nord­ende der Westtangente in Bookhorn wird es wohl vorerst nicht geben. Zwar hat die Gemeindeverwaltung nach eigenen Angaben jetzt „die Hindernisse ausgeräumt“ – doch nun mangelt es am politischen Willen.

Dabei liegt für den Umbau der Kreuzung Oldenburger Straße/Westtangente/Am Welsetal zum Kreisverkehr längst ein Planentwurf in der Schublade, der Landkreis Oldenburg hat zugesichert, seinen Teil der Kosten für die beiden Kreisel-Äste der Oldenburger Straße zu tragen, und die Gemeinde wollte für die weitere Planung und den Grunderwerb 60 000 Euro im Haushalt 2020 bereitstellen – so weit, so gut.

Einig mit Eigentümern

Es haperte zuletzt noch am Grunderwerb: Nicht alle Eigentümer seien bereit, die für einen Kreisel notwendigen Flächen an die Gemeinde zu verkaufen, hieß es. Die Verwaltung schlug daher vor, das Thema Kreisverkehr zunächst nicht weiter zu verfolgen. Das wiederum reizte beteiligte Grundstückseigentümer zum öffentlichen Widerspruch: Es gebe sehr wohl die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen. Um diese abzuwarten, wurde Ende November in den Ausschüssen für Straßen und Verkehr sowie für Wirtschaft und Finanzen noch keine Entscheidung über die Haushaltsmittel für den Kreisverkehr getroffen.

Anfang vergangener Woche trafen sich Eigentümer und Vertreter der Verwaltung noch einmal – und in der Tat kam es zu einer Einigung: „Die Hindernisse wurden ausgeräumt“, sagte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, auf Nachfrage der NWZ. Nur: Eine politische Mehrheit für den Kreisverkehr gibt es nicht.

Der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss hat jedenfalls die Planungs- und Grunderwerbskosten im Haushalt 2020 nicht berücksichtigt: „Die Beratung über die Errichtung eines Kreisels an der Westtangente wurde zurück in den Fachausschuss verwiesen. Hierüber soll bis zum 1. Nachtragshaushalt entschieden werden“, heißt es dazu kurz und knapp. Einen endgültigen Beschluss werde der Gemeinderat in seiner Sitzung an diesem Donnerstag, 12. Dezember, fassen.

„Die Bürger fühlen sich veräppelt“, zürnt die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler. Die SPD-Politikerin streitet im Rat und im Kreistag seit mehr als 20 Jahren für einen Kreisverkehr an dieser Stelle. Sie hält die Kreuzung für höchst gefährlich. Und der Verkehr dort werde noch zunehmen, prognostiziert sie, wenn die Erweiterung des Gewerbegebietes Westtangente abgeschlossen ist. „Ich habe Angst, dass dort bald wieder etwas passiert“, sagt Zießler.

CDU: Kosten sehr hoch

Die CDU habe einen Kreisverkehr an der Stelle immer „sehr skeptisch“ gesehen, betont indes deren Fraktionschef im Rat, Ralf Wessel. „Die Zahlen geben das nicht her“, verweist er auf die Haltung der Landesverkehrsbehörde. Und die Kosten seien hoch: Jetzt gehe es um 60 000 Euro für Planung und Grunderwerb – danach aber sei mit deutlich über einer Million an Baukosten zu rechnen. Allein die Gemeinde Ganderkesee plane bisher mit einem Eigenanteil von 675 000 Euro und die Erfahrung zeige, dass es in der Praxis dann eher noch teurer werde, so Wessel.

Dringenden Sanierungsbedarf sehen alle Fraktionen in Ganderkesee aber für die Fahrbahn der Oldenburger Straße im Kreuzungsbereich. Die Ganderkeseer CDU-Fraktion hat gerade noch einmal die Beseitigung von gefährlichen Fahrrinnen und Absenkungen gefordert. Dafür zuständig ist der Landkreis, beziehungsweise dessen Straßenmeisterei in Delmenhorst. Die Notwendigkeit, die Fahrbahn zu erneuern, bestätigt auch Christel Zießler – aus ihrer Sicht hätte dies aber besser im Zuge eines Umbaus zum Kreisverkehr geschehen sollen.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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