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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Volkstrauertag: Gedenkstein für jüdisches Opfer

14.11.2011

GANDERKESEE Die Erinnerung an die Schrecken der beiden Weltkriege wach halten und sie als Erbe an die folgenden Generation weitergeben, damit sich Derartiges nicht wiederholen möge: Diese Bedeutung des Volkstrauertages, die Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas in der zentralen Gedenkveranstaltung im Rathaus unterstrichen hat, klang auch in den anderen Reden durch, die am Sonntag während der zahlreichen Gedenkveranstaltungen in der Gemeinde gehalten worden sind.

Der ehemalige Kreispfarrer Werner Rossow sagte in Hoyerswege, gerade das Unvorstellbare der Kriegsgräuel zwinge dazu, die Erinnerung daran bitter ernst zu nehmen. Gewalthandlungen seien scheinbar zutiefst menschlich, in Wahrheit aber seien sie zutiefst wider-menschlich. Ein Friedensritual wie der Volkstrauertag solle dazu beitragen, Frieden mit immer weniger Waffen zu schaffen.

„Nur wer Frieden mit seiner eigenen kleinen Welt schließt, kann auf Frieden in der großen Welt hoffen“, betonte der Vorsitzende des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost, Karl-Heinz Meier, am Ehrenmal in Havekost, wo Vertreter der Feuerwehr in diesem Jahr die Ehrenwache hielten (ovales Bild). In diesem Sinne sei die Erinnerung nicht nur Mahnung, sondern auch Herausforderung für jeden Einzelnen, betonte Meier. Die Geschichte seit dem Zweiten Weltkrieg zeige, dass oft ein Funke genüge, um ein Feuer der Gewalt auszulösen.

An die alttestamentarische Erkenntnis, dass der Wille zur Geduld segensreicher ist als der Wille zur Macht, erinnerte Pfarrer Norbert Lach während der Feierstunde in der Oberschule an der Ellerbäke. Mit Macht und Gewalt lasse sich tatsächlich so manches erreichen, aber unterm Strich komme man mit Geduld oft weiter als mit schneller Schlagkraft. „Dass es wichtiger ist, sich selbst zu beherrschen, statt stets über andere Macht auszuüben, verstehen manche leider erst zu spät – wenn sie vor den Trümmern ihrer Machtspielchen stehen“, unterstrich Lach.

In Elmeloh erinnerte der Vorsitzende des Heimat- und Ortsvereins Elmeloh-Almsloh, Reinhard Siemer, an ein einzelnes Schicksal. Der Elmeloher Hermann Ahlers, geboren 1911, starb am 26. April 1945 an den Folgen einer Beinverletzung. Er galt lange Zeit als vermisst. Seine Frau und die beiden Kinder erhielten erst 1951 die traurige Gewissheit. An der Gedenkstunde nahmen viele Mitglieder der Familie Ahlers teil.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee ist am Sonntag vor dem Ehrenmal für die in beiden Weltkriegen gefallenen Wehrleute ein Gedenkstein seiner Bestimmung übergeben worden, der an Fritz Alexander erinnert. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Ortswehr war bekannt worden, dass das jüdische Gründungsmitglied der Wehr im April 1943 im KZ Theresienstadt verstorben ist. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Hartmann sorgte dafür, dass künftig allen Opfern der Wehr gebührend gedacht werden kann.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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