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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Partner fast erstochen – Frau muss ins Gefängnis

09.11.2018

Großenkneten /Sage /Oldenburg Im Prozess vor der Oldenburger Schwurgerichtskammer gegen die 41-jährige Frau aus Großenkneten/Sage, die im volltrunkenen Zustand ihren Lebensgefährten mit einem Messer angegriffen und an Schulter und Hand verletzt hatte, ist die Angeklagte am Donnerstag zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Sebastian Bührmann wertete die Tat als gefährliche Körperverletzung. Den ursprünglichen Tatvorwurf des versuchten Totschlags ließ das Gericht fallen.

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Eine Tötungsabsicht war nicht festgestellt worden, auch wenn die Messerstiche nach den Erklärungen eines Gerichtsmediziners mit „deutlicher Dynamik“ ausgeführt worden waren. Zu keiner Zeit aber habe Lebensgefahr bestanden, so der Gutachter. Das Opfer war auch gebissen und gekratzt worden. Streitigkeiten unter dem Pärchen waren an der Tagesordnung und immer war viel Alkohol im Spiel gewesen. Um sich vor ihrem Lebensgefährten zu schützen, hatte die Angeklagte drei Messer und ein Hackebeil unter ihrem Kopfkissen versteckt gehabt. Die 41-Jährige, der aufgrund ihrer Alkoholisierung zur Tatzeit eine verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt wurde, will das Leben im Suff nun beenden. Am Donnerstag zeigte sie sich mit einer Zwangstherapie (Unterbringung in der geschlossenen Entziehungsanstalt) einverstanden. Im Prozess machte die Frau einen gefestigten Eindruck. Das Leben ohne Alkohol in der JVA Vechta bekommt ihr offenkundig gut. Darauf verwies auch Richter Bührmann. Er lobte die Angeklagte für ihren Entschluss, sich einer Therapie zu unterziehen.

Die 41-Jährige hat ohne Alkohol im Leben wieder Fuß gefasst. Anders dagegen ihr Lebensgefährte. Als Opfer der Messerattacke sollte er am Donnerstag als Zeuge gehört werden. Der Mann, der offenkundig betrunken war, redete aber nur wirres Zeug. Zuvor hatte er sich mit Richter Bührmann angelegt. Als die Kammer den Sitzungssaal betrat, wollte der Zeuge nicht aufstehen. Auch seine Mütze wollte er nicht abnehmen. Der Vorsitzende rief dann die Wachtmeister und drohte dem Zeugen Ordnungshaft an. Der schleuderte dann seine Mütze auf den Boden.

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