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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Waldbrandgefahr: Eine kleine Scherbe reicht schon

03.07.2018

Großenkneten Huntlosens Ortsbrandmeister Rolf Meiners ist überrascht. „Angesichts dieser langen Trockenperiode wundert es mich schon, dass wir noch keinen Einsatz hatten.“ Die Wetterlage sei im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. Durch eine kleine Scherbe könne jederzeit ein Feuer entfacht werden. „Wir haben den Hegeler Wald mit 1000 Hektar und das Barneführer Holz mit 1500 Hektar direkt vor der Haustür“, sagt Meiners. Das Problem: Es sei kein Regen in Sicht. „Vor einigen Wochen hatten wir einen Regenschauer mit sieben Liter Wasser pro Quadratmeter. Das ist so gut wie nichts“, erklärt der Ortsbrandmeister.

Bürger sensibler

Auch Gemeindebrandmeister Thorsten Schnitger freut sich, dass dieser Sommer bisher ohne Wald- und Moorbrände verlaufen ist. „Doch das kann sich schlagartig ändern“, weiß er aus Erfahrung. Er habe festgestellt, dass die Bürger sensibler geworden seien und nicht unachtsam ein Feuer machten. Gleiches beobachte er bei den Landwirten, wenn es um Strohpressen und Mähdrescher geht. Die Erntesaison steht kurz bevor.

Auch der stellvertretende Leiter des Forstamtes Ahlhorn, Stefan Grußdorf, spricht von einer hohen Waldbrandgefahr. „Das Unterholz ist sehr trocken, gerade die jungen Nadelholzbestände, wo viel Reisig auf dem Boden liegt.“ In diesem Jahr habe das Forstamt 256 000 Bäume gepflanzt, die meisten im Landkreis Oldenburg. Zum Glück habe es in Ahlhorn in den vergangenen Wochen  zweimal geregnet: einmal 50 Liter und einmal 35 Liter pro Quadratmeter. Das habe den jungen Bäumen geholfen. Dennoch sei der Wald knochentrocken.

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Grußdorf bittet Waldbesucher, keine Zigaretten wegzuwerfen sowie kein Feuer im Wald und auf Heideflächen zu entzünden. Im Nachbarkreis Cloppenburg hatten sich am vergangenen Samstag einige junge Männer im Wald getroffen, ein Feuer gemacht und Bier getrunken.

Im Falle eines Brandes kommt es nach Darstellung von Grußdorf auf drei Dinge an: Es gehe darum, schnell Technik, Wasser und motivierte Leute an den Einsatzort zu bringen. „Wir haben technisch hervorragend ausgestattete Feuerwehren und sehr motivierte Einsatzkräfte“, meint Grußdorf, der als Kreiswaldbrandmeister für den Kreis Cloppenburg bei Bränden die Einsatzleitung der Feuerwehr berät. Gleiches macht Forstamtsleiterin Regina Dörrie für den Landkreis Oldenburg.

Vorteil durch Handy

Mittlerweile sieht Grußdorf einen weiteren Vorteil. „Heute hat jeder ein Handy in der Tasche.“  Dadurch könne jeder noch so entlegene Brand sofort gemeldet werden, so dass schnell reagiert werden könne. Vor einigen Wochen habe es im Litteler Fuhrenkamp einen Waldbrand gegeben. Da habe die Freiwillige Feuerwehr nachts sehr gut reagiert und die 200 Quadratmeter große Moorfläche gelöscht. Am anderen Tag sei eine weitere Einsatzgruppe zum Nachlöschen dagewesen, lobt Grußdorf die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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