• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

„Auf Dauer nicht mehr tragbar“

25.02.2019

Harpstedt Nach 91 Einsätzen im Jahr 2017 war das Jahr 2018 mit 62 Einsätzen im Verhältnis ruhiger, berichtete der Harpstedter Ortsbrandmeister Eric Hormann auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Marktkieker. Die 62 Einsätze hatten es allerdings in sich, so Hormann weiter.

Nach den Ehrungen (von links): Thomas Winter, Eric Hormann, Bernd Fassauer, Friedel Horstmann, Günter Wachendorf, Heinz-Jürgen Thomas, Kreisbrandmeister Andreas Tangemann, Heinrich Barlage, Christoph Windhusen und Manfred Bramkamp. BILD: Christian Bahrs

Drei Mitglieder seit 60 (!) Jahren dabei

Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen wurden ausgesprochen. Feuerwehrmann ist jetzt Mika Edelsbacher. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Kai Constabel und Dennis Noll befördert, Jannik Stiller stieg zum Hauptfeuerwehrmann auf. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Christoph Windhusen wurde zum Brandmeister ernannt.

Als langjährige Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt wurden Thomas Winter und Bernd Fassauer (40 Jahre), Friedel Horstmann (50 Jahre) sowie Heinrich Barlage, Manfred Bramkamp und Heinz-Jürgen Thomas (60 Jahre) mit Ehrenzeichen bedacht.

117 Kameradinnen und Kameraden gehören derzeit der Feuerwehr Harpstedt an. Diese teilen sich auf in 61 Mitglieder in der Einsatzabteilung, 21 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr und 35 Mitglieder in der Altersabteilung. Die 62 abgearbeiteten Einsätze setzen sich aus 17 Verkehrsunfällen, 21 Hilfeleistungen, 20 Brandeinsätzen, drei Fehlalarmen und einer Alarmübung zusammen.

Besonders auf die schweren Verkehrsunfälle auf der Autobahn ging Hormann in seinem Bericht ein. Bei den 17 Unfällen mussten 20, zum Teil lebensgefährlich verletzte Personen aus den Trümmern gerettet werden. Leider gab es auch drei tote Unfallopfer zu beklagen. „Dies ist eine enorm hohe Belastung für die Einsatzkräfte“, so Hormann.

Die extreme Hitze und Trockenheit machten der Feuerwehr Harpstedt ebenfalls schwer zu schaffen. So gab es zahlreiche Flächen- und Erntemaschinenbrände.

Mit dem derzeitigen Fuhrpark, so hieß es, ist die Ortswehr Harpstedt für ihre Aufgaben bestens ausgerüstet. Der vor über einem Jahr angeschaffte Mannschaftstransportwagen wurde mit zusätzlichen Geräten ausgerüstet. Durch einen privaten Sponsor konnte ein Laptop beschafft werden. Dieser ermöglicht zum Beispiel die Einsatzdokumentation direkt vor Ort. Um vom öffentlichen Stromnetz unabhängig zu sein, beschaffte die Samtgemeinde einen kleinen Stromerzeuger.

Ein Highlight im Jahr 2018 war die Veranstaltung zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Harpstedt, welches mit dem Kreisfeuerwehrtag und einem großen Rahmenprogramm im Juni auf dem Koems gefeiert wurde. Trotz des geringen Besuchs bei der Party am Abend hatten alle Beteiligten viel Spaß.

Zugführer Malte Kasch beschrieb das zurückliegende Jahr mit „2018 – was für ein Jahr“, was gemünzt war auf eine „nie enden wollende Autobahnbaustelle“ und dann noch den Rekordsommer. Kasch las die Danksagung einer Frau vor, die zusammen mit ihrem Mann nach einem Unfall auf der Autobahn wieder genesen war. Die Frau hatte diese Danksagung auf der offiziellen Facebookseite der Samtgemeindefeuerwehr gepostet.

Im Rekordsommer hieß es nicht nur, ein bisschen Stroh zu retten. Mittlerweile müssten Sachwerte gerettet werden, die soviel kosten wie ein großes Einfamilienhaus, betonte Kasch.

Hans-Peter Hellbusch konnte über die zahlreichen Aktivitäten der Seniorenabteilung berichten.

Nach 30 Jahren heißt es Abschied zu nehmen von der Wettbewerbsgruppe, ließ Bernd Fassauer in seinem Bericht durchblicken. Kurz und knapp betitelte er das Jahr 2018 mit „Alles neu“. Ein neuer Wettbewerb wurde vom Landesfeuerwehrverband eingeführt. Dieser wurde beim Kreisentscheid erstmals durchgeführt. Die Gruppe aus Harpstedt kam auf Platz vier.

Über 36 aktive Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger gebe es in Harpstedt, berichtete Atemschutzwart Björn Sienknecht erfreut. Sicherheitsbeauftragter Andreas Walden konnte glücklicherweise von nur einem Unfall berichten. Jugendfeuerwehrwartin Jana Siemers informierte über die Aktivitäten der Jugendlichen. Das Highlight hier: das Zeltlager bei der Kreisjugendfeuerwehr Wittmund.

„Die Autobahn wird uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beschäftigen“, sagte Gemeindebrandmeister Günter Wachendorf in seinem Grußwort. Er regte ein Gespräch auf Bundesebene an, „wie es weitergehen soll, denn auf Dauer sind die enormen Belastungen nicht mehr tragbar“. Mit den beiden großen Parkplätzen an der Autobahn komme ein neues Gefahrenpotenzial dazu.

Beim Tagesordnungspunkt Neuaufnahmen konnte Hormann über acht Zugänge berichten. Sasha-Madleine Nießen, Paola Pantiaco und Alexander Oebker wurden aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Damian Hoting kommt aus der Feuerwehr Oldenburg-Eversten, Kristina Sander aus der Feuerwehr Beckeln, Thede Busch von der Feuerwehr Ganderkesee. Dennis Noll und Sven Lehners wurden aus der Feuerwehr Wildeshausen übernommen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.