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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Jugendfeuerwehr Plant 50-Jahr-Feier: Wo spielerisch das Vertrauen wächst

16.08.2019

Harpstedt Die Jugendfeuerwehr des Fleckens Harpstedt steht vor einer logistischen Herausforderung. Sie hat alle Kinder- und Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Oldenburg, ferner die aus der Stadt Oldenburg und aus Delmenhorst, aus Groß Mackenstedt und Friedeburg für Sonnabend, 24. August, von 11 bis 17 Uhr zum Mitfeiern und zu einem Spiel ohne Grenzen auf das Koems-Gelände eingeladen. „Wir rechnen mit 300 bis 350 Kindern“, sagt Jugendfeuerwehrwartin Jana Siemers. Auch hofft sie auf viele Zuschauer – „vielleicht auch interessierte Kinder“. Insider kennen den Anlass für den großen Bahnhof: Die Jugendfeuerwehr wird 50.

Willi Laue gilt als „Vater“ der Harpstedter Jugendfeuerwehr. Nach der Gründung 1969 war er Jugendfeuerwehrwart. Die ersten Mitglieder, so recherchierte es Jana Siemers, waren Kinder und Jugendliche aus dem dem Jugend-Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt. Womit Laue seiner Zeit voraus gewesen sei: Auch Mädchen wurden aufgenommen. Zur Feier werde Willi Laue voraussichtlich kommen.

1988 übernahm Jürgen Meyer die Leitung. Es folgten Marco Flegel (ab 1993), Thomas Heuermann (ab 1996), Christian Brandt (ab 2002) und Tim Sparkuhl (ab 2007). Seit 2011 wird die Gruppe von Jana Siemers geleitet. Die 32-Jährige war schon zehnjährig in die Jugendfeuerwehr Wildeshausen eingetreten und engagierte sich dort. 2009 trat sie der Freiwilligen Feuerwehr Harpstedt bei.

Etwa 50 Prozent der Mitglieder der Einsatzabteilung der Harpstedter Feuerwehr waren laut Siemers früher in der Jugendfeuerwehr.

Zehn Spielstationen werden für die teilnehmenden Jugendfeuerwehr-Mannschaften aufgebaut. Die Kinderfeuerwehren haben ein etwas reduziertes Programm zu bewältigen. Eine Siegerehrung gibt es auch, je nach Teilnehmerzahl wohl gegen 15 bis 16 Uhr, schätzt Siemers. Aber das Gewinnen stehe nicht im Vordergrund. Sondern: „Alle sollen einen schönen Tag haben.“

Im Lämmerkoven kann auf acht Stellwand-Seiten nachvollzogen werden, was der Harpstedter Feuerwehrnachwuchs so unternimmt. Hier präsentieren sich auch die Kinderfeuerwehr der Samtgemeinde und der Spielmannszug („der ist immer dabei“). Für die Jüngsten gibt es eine Sandkiste und eine Hüpfburg, für etwas Ältere ein Trampolin und eine Riesenrutsche.

Wer nach der vielen Bewegung oder beim Zuschauen Hunger verspürt, ist bei der Rottscheune richtig. Hier ist die „Grillstation“. Betreuer Rüdiger Wolle hat den Hut auf, Pommes, Bratwürste, Nuggets und Nackensteaks kommen auf den Rost. Ein paar Meter weiter beim Backhaus schiebt Feuerwehr-Chefkoch Stefan Schötschel die Bleche mit Butterkuchen in den Ofen.

News-Sonderausgabe

Schon vor Monaten hatte die Jugendfeuerwehr mit den Vorbereitungen für den 24. August begonnen. Jana Siemers erstellte, unterstützt von Heike Barlage-Brandt und Harro Hartmann, eine 20-seitige „Sonderausgabe JF-Harp-stedt-News“, die mit Bildern und teils witzigen Beiträgen die Jugendfeuerwehr vorstellt. Aktuell besteht die Gruppe aus 17 Kindern im Alter von zehn bis 18 Jahren, darunter vier Mädchen. „Da geht noch mehr“, lädt Jana Siemers auch weitere Interessierte zu den Treffen immer mittwochs um 18 Uhr im Feuerwehrhaus ein.

Was der Harpstedter Gruppe bei ihren Aktionen entgegenkommt: Sie hat viele Betreuer. Neben Jana Siemers und ihrem Stellvertreter Sascha Apels machen mit: Alexander Christ, Tim Sparkuhl, Thomas Heuermann, Dennis König, Jannik Stiller, Nils Gerlach, Alexander Oebker, Vanessa Paschke und Rüdiger Wolle als Gerätewart der Jugendfeuerwehr.

Zeltlager ist kein Hotel

Bei der Gestaltung der Gruppentreffen sei man frei, sagt die Jugendfeuerwehrwartin. Neben feuerwehrbezogenen Inhalten gebe es ein vielfältiges Freizeitprogramm – mal mit Fußball oder Volleyball, mit Karateübungen, mit Fahrten zum Freizeitpark, auch mit Experimenten mit Feuer, mit Strauchschnitt-Sammlungen oder Eis-Essen.

Ziel sei, dass die Gruppe als Gruppe zusammenwächst, dass alle lernen, miteinander zusammenzuarbeiten, erklärt Jana Siemers. Auf dem Weg dahin gelte es zum Beispiel zu akzeptieren, dass „ein Zeltlager kein Hotel ist“ und alle mit anpacken, dass beim Essen nicht mit dem Handy gedaddelt und gewartet wird, bis der Letzte fertig ist.

Sich auf den anderen verlassen zu können, sei wichtig. Die 32-jährige Oberlöschmeisterin: „Man geht nachher gemeinsam durchs Feuer. Da vertraut der eine dem anderen das Leben an.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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