• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Graben durch Mist verunreinigt?

26.06.2019

Harpstedt /Wildeshausen Der Prozess gegen einen 62-jährigen Mann, der sich vor dem Amtsgericht Wildeshausen wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen verantworten muss, geht in eine weitere Runde. Nach einer fast zweistündigen ersten Verhandlung am Dienstagmorgen konnte kein Urteil gefällt werden. Es sollen weitere Zeugen gehört werden.

Dem 62-Jährigen wird vorgeworfen, Anfang Dezember 2017 auf dem Gelände der alten Brennerei in der Nähe des Harpstedter Bahnhofs einen rund 25 mal 25 Meter großen Hühnermisthaufen unsachgemäß gelagert zu haben, sodass Sickersäfte einen an das Grundstück angrenzenden Graben verunreinigt haben sollen. Der Angeklagte ist Eigentümer des Geländes.

Die Polizei hatte Anfang Dezember 2017 eine Probe aus dem Graben entnommen. Es sollte festgestellt werden, ob das Gewässer mit Nitrat belastet war. Ein Labor stellte erhöhte Werte mehrerer Stoffe fest, die auf ein hoch belastetes Abwasser zurückzuführen seien, wie die Richterin aus dem Gutachten vorlas.

Der Polizeikommissar, der die Probe entnommen hatte, erklärte vor Gericht, dass der Misthaufen sich zum Zeitpunkt der Probenentnahme unter Dach befand. Es seien aber Spuren auf dem Gelände erkennbar gewesen, die auf ein Verschieben des Misthaufens hingedeutet hätten. Zudem sei der Haufen nass gewesen, was nicht der Fall gewesen wäre, wenn er die ganze Zeit unter dem Dach gelegen hätte, da es sich um trockenen Hühnermist gehandelt habe.

Der Polizeikommissar hatte zudem ein Rinnsal festgestellt, das zum Graben geführt hätte, aber nicht vom Haufen unter dem Dach kam. Die Polizei war seinerzeit vom Landkreis Oldenburg informiert worden, nachdem dieser von der Samtgemeinde Harpstedt auf den unsachgemäß gelagerten Misthaufen hingewiesen worden war.

Der Angeklagte widersprach während der Verhandlung mehrfach den Vorwürfen. Unter anderem zweifelte er die Bewertung des Labors an. Alle Werte seien im Rahmen der Toleranz, so der 62-Jährige.

Auch widersprach er, dass die Belastung des Gewässers vom Misthaufen stamme. Der Graben laufe durch einen Wald und nehme auch Abwasser des Bahnhofsgeländes auf. Zudem sei der Hühnermist kein Abfall gewesen, sondern Dünger, der bereits verkauft gewesen sei, betonte er.

Für seinen Verteidiger stellte sich der Vorfall als ein weiterer Versuch dar, seinen Mandanten von dem Gelände vertreiben zu wollen.

In etwa zwei Wochen soll die Verhandlung fortgesetzt werden. Dann sollen weitere Zeugen – unter anderem der Gutachter sowie Vertreter von Landkreis und Samtgemeinde – gehört werden.

Renke Hemken-Wulf Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.