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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Tödlicher Motorradunfall löst Diskussionen aus

13.08.2019

Havekost /Harpstedt Das zeitliche Ziel steht. Mit dem Ende der Sommerferien am Mittwoch, 14. August, soll die Sanierung der Kreisstraße 286 zwischen Havekost und Prinzhöfte abgeschlossen sein. Dann sind die großen und kleinen Huckel verschwunden, die Fahrbahn ist eben, griffiger – aber dadurch auch gefährlicher? Die kurvenreiche Kreisstraße, so mahnen Anwohner, sei unter Motorradfahrern sehr beliebt. Aber sie sei alles andere als harmlos.

Nach dem tödlichen Unfall eines 20-jährigen Motorradfahrers am 3. August in Stiftenhöfte – also in einem K 286-Abschnitt, der nicht zur Sanierungsstrecke gehört – war die Diskussion über weitere verkehrsbehördliche Maßnahmen wieder in Gang gekommen. Zwei Anschnitte der K 286 gelten als kritisch.

Zunächst zu Stiftenhöfte. Im Bereich der dortigen Doppelkurve waren in der Vergangenheit mehrfach Motorradfahrer verunglückt. „Das war eine Unfallhäufungsstelle“, sagte Heike Lüning von der Unteren Verkehrsbehörde beim Landkreis Oldenburg. Nachdem sich in drei Jahren (2014 bis 1016) fünf Unfälle mit verletzten Personen ereignet, habe man eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h angeordnet. Am 28. Dezember 2017 seien die entsprechenden Schilder aufgestellt worden.

Die Verkehrszeichen zeigten offenbar Wirkung. „Seit der Aufstellung haben sich dort lediglich Wildunfälle ereignet“ – bis zu dem tödlichen Unfall am 3. August, berichtete Lüning.

Die meisten Biker, die hier unterwegs sind, „fahren da häufig lang“, weiß Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, der in dem Bereich wohnt. Typisch sei, dass die Unfälle in der (aus Richtung Harpstedt gesehen) zweiten Kurve stattfänden. Wöbse hatte es „nicht für möglich gehalten“, dass die Tempo-70-Schilder sich so deutlich auf die Unfallzahlen auswirken würden. Allerdings: Seines Erachtens müsse über weitere, ergänzende verkehrsbehördliche Maßnahmen nachgedacht werden – „speziell auf Motorradfahrer ausgerichtet“. Es gelte, „Motorradfahrer vor sich selbst zu schützen“.

Ein anderer K 286-Abschnitt, eine ähnliche Problematik: Nach einem tödlichen Unfall eines 22-jährigen Motorradfahrers im kurvigen Abschnitt Harpstedter Straße/Sether Mühle am 8. September 2018 hatte dort Anwohner Gerd von Seggern mit Hinweis auch auf viele weitere Unfälle „wenigstens Warnschilder" gefordert. Eine Besonderheit dort sei, dass sich die Kurve nach etwa zwei Dritteln verschärfe, man also nachlenken müsse, beschrieb Herwig Wöbse die Situation.

Heike Lüning sagte, dass der fragliche Bereich bei entsprechenden Witterungsbedingungen durchaus mit Tempo 100 durchfahren werden könne, auch von Motorradfahrern. Allerdings habe man hier vier zusätzliche Richtungstafeln angeordnet, die im Februar 2019 aufgestellt worden seien.

Die Behördenmitarbeiterin ergänzte, dass schwere Unfälle im Zusammenwirken von Landkreis, Polizei und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr analysiert würden, um die Ursache herauszufinden. Dies sei oft vielschichtig. Es sei zum Beispiel nur dann sinnvoll, ein Tempolimit anzuordnen, wenn die zulässige Geschwindigkeit die Ursache für Unfälle ist. Wenn hingegen Unfälle auf Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmern zurückzuführen sind, „kann man nicht präventiv tätig werden“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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