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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Heftige Tritte gegen Kopf – Opfer leidet noch heute

20.11.2013

Delmenhorst /Urneburg /Wildeshausen Wegen gefährlicher Körperverletzung müssen sich seit Dienstag zwei junge Männer vor dem Amtsgericht Delmenhorst verantworten. Beim Urneburger Schützenfest sowie beim Gildefest in Wildeshausen sollen sie je ein Opfer schwer verletzt haben.

Die erste Tat, um die es am Dienstag ging, war zugleich die heftigste: Am 27. Mai 2012 sollen die betrunkenen 20 und 21 Jahre alten Männer auf dem Gildefest einen 50-jährigen Wildeshauser zusammengeschlagen haben. Dem 50-jährigen Nebenkläger fehlt die Erinnerung an den Vorfall. Laut Anklageschrift sollen die beiden seinen Kopf gegen eine Mauer geschlagen und den am Boden liegenden Mann getreten haben. Später sollen sie in eine weitere Schlägerei im Ort verwickelt gewesen sein.

Der 50-Jährige erlitt fünf Brüche am Kopf sowie Einblutungen. Er musste operiert werden. Durch die monatelange Arbeitsunfähigkeit habe er seinen Job verloren, sagte er vor Gericht. Zudem habe er Geruchssinn und große Teile des Geschmackssinns eingebüßt und leide psychisch. „Ich habe nur noch Angst“, sagte der aufgelöste Mann.

Der 20-Jährige bestritt die Tat. Das Opfer habe sie angerempelt, rassistisch beleidigt und sei dann auf sie zugestürmt. Dabei sei er „gegen eine Fensterbank“ gerannt. Der 50-Jährige wehrte sich gegen diese Anschuldigungen. Der 21-Jährige räumte einen Schlag, zwei Tritte und die zweite Schlägerei ein, stützte aber die Aussage des 20-Jährigen.

Diesem wird noch mehr vorgeworfen: Am 19. August 2012 soll er einem heute 22-Jährigen Delmenhorster auf dem Urneburger Schützenfest das Handy geraubt haben, anschließend wurde das Opfer brutal verprügelt. Auch diese Tat bestritt der Angeklagte, in dessen Wohnung später Waffen gefunden wurden. Der als Nebenkläger auftretende 22-Jährige sagte, er könne den Beschuldigten zu „100 Prozent“ als Täter identifizieren. Wer ihn geschlagen habe, konnte er nicht sagen, da er zuerst am Hinterkopf getroffen wurde. Das bewusstlose Opfer soll mehrfach getreten worden sein und erlitt einen Bruch der Stirnhöhle, der operiert werden musste.

Der 21-Jährige habe bei dem Vorfall in Urneburg an der Seite gestanden, sagte das Opfer am Dienstag. Ihm droht auch in diesem Fall eine weitere Anklage. Am kommenden Dienstag wird der Prozess fortgesetzt.

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Amtsgericht Delmenhorst

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