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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Großleitstelle in Oldenburg alarmiert falsche Wehr

18.04.2016

Neerstedt /Dötlingen Durch ein Fenster hat eine Nachbarin am Sonnabendnachmittag einen Mann hilflos in seinem Badezimmer am Neerstedter Kirchweg entdeckt. Sie verständigte sofort die Rettungskräfte. Die Großleitstelle in Oldenburg löste um 16.04 Uhr Alarm aus – und vergaß zunächst die örtliche Feuerwehr aus Neerstedt.

Stattdessen alarmierte sie den Einsatzleitwagen (ELW) der Freiwilligen Feuerwehr Dötlingen sowie Polizei und Rettungswagen des Malteser aus Wildeshausen. Die Haustür sollte durch die Feuerwehr geöffnet werden, damit der Rettungsdienst den Patienten versorgen konnte.

Ungewohnt deutlich heißt es im Bericht von Gemeindefeuerwehrpressewart Jannis Wilgen: „Bereits in der Vergangenheit kam es in der Gemeinde Dötlingen seit der Einführung der Großleitstelle mehrfach zu Problemen bei der Alarmierung der Feuerwehren.“

Die Leitstelle alarmierte zunächst eine spezielle Schleife für den Dötlinger Einsatzleitwagen (ELW). Dadurch wird nur bei einer bestimmten Gruppe von Einsatzkräften der Funkmeldeempfänger ausgelöst. Wilgen: „Im Normalfall geschieht dies, wenn beispielsweise bei einem Einsatz der Brettorfer oder Neerstedter Wehr zur Koordinierung der Lage lediglich der ELW erforderlich ist.“

Erst auf Nachfrage erfuhren die Dötlinger Einsatzkräfte per Funk vom Leitstellendisponenten, dass die Neerstedter Feuerwehr vom Computersystem nicht berücksichtigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt rückte der Dötlinger ELW bereits aus. Umgehend wurde die Ortsfeuerwehr Neerstedt nachgefordert. Für diese löste die Großleitstelle um 16.10 Uhr Alarm aus.

Zwar trafen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus Dötlingen gerade mal acht Minuten nach der Alarmierung und noch vor dem hauptamtlichen Rettungsdienst an der Einsatzstelle im Nachbarort ein, doch sie führen im Einsatzleitwagen nur einen beschränkten Umfang an Werkzeug mit. Einige Neerstedter Brandschützer, die sich zufällig in einer Nebenstraße aufgehalten hatten, eilten nach der zwischenzeitlichen Alarmierung privat zum Einsatzort und schafften es mit einer herbeigeholten Brechstange, die Tür der Wohnung gewaltsam zu öffnen.

Schließlich konnte der Rettungsdienst in die Wohnung vorgehen und den Mann medizinisch versorgen. Die Ortsfeuerwehr Neerstedt unterstützte beim Transport des Patienten in den Rettungswagen. Der Einsatzleitwagen der Dötlinger Wehr konnte abrücken. Nach einer halben Stunde war der Einsatz beendet. Letztlich waren 36 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen involviert.

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