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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Lebensretter erstürmen sehr kühles Nass

27.05.2019

Hohenböken Die Aktiven der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind es ja zum Glück gewohnt, zu tun, was getan werden muss: Bei 14 Grad Luft- und 15 Grad Wassertemperatur in den Hohenbökener See zu springen, gehört auch bei den Mitgliedern der DLRG-Ortsgruppe Ganderkesee nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen – aber sie tun es, wenn die Bedingungen zum offiziellen Saisonstart eben so sind wie sie am Samstagmittag waren.

Badegäste hatten sich zum Anbaden unter diesen Umständen nicht am Sielingsee eingefunden. Jörg Eggers, 2. Vorsitzender der DLRG, sah das pragmatisch: „Dann müssen wir wenigstens nicht über Beine steigen, wenn wir ins Wasser laufen!“ Hoch erfreut waren die Lebensretter indes über den Zustand des Badestrandes: Die Gemeindeverwaltung hatte im Vorfeld eigens noch zwei Lkw-Ladungen Sand aufschütten lassen.

Ab sofort werden die Rettungsschwimmer, unterstützt von Jungrettern, an Wochenenden und Feiertagen wieder den Wachdienst am See übernehmen – Badewetter vorausgesetzt. Samstags von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr, an Feiertagen je nach Personalverfügbarkeit, werden sie einen wachen Blick aufs Geschehen haben.

Ein Rundum-sorglos-Paket dürften Badegäste allerdings nicht erwarten, wie Kristoff Braun, in der DLRG-Ortsgruppe Technischer Leiter Einsatz, betonte. „Wir haben im Blick, wenn jemand im Wasser Hilfe benötigt, aber wir sind nicht dafür da, auf spielenden Kinder aufzupassen.“ Hinter der gelben Nichtschwimmer-Linie, die kürzlich erst wieder eingezogen wurde, falle der Grund des Sees steil ab – bis auf 16 Meter Tiefe.

Etwa 25 Lebensretter werden sich den Wachdienst teilen. „Wir rechnen wegen des geschlossenen Freibades damit, dass der Zulauf von Badegästen steigt“, sagte Sandra Eggers, die bei der DLRG für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet. Möglicherweise würden daher Rettungsschwimmer, die sonst das Personal im Bad unterstützt hätten, am Sielingsee eingesetzt.

Bei einem Großteil der Dienste will die DLRG auch mit ihren beiden Booten präsent sein. Das erhöhe nicht nur die Sicherheit der Badenden, „es macht die Aufgabe auch für unsere Jungretter noch attraktiver“, erklärte Sandra Eggers. Verzichten muss die DLRG in dieser Saison allerdings auf ihren Ausguck, der sich auf dem bisherigen Wachcontainer befunden hatte. Nach mehreren Einbrüchen war der Container nicht mehr nutzbar und wurde von der Gemeinde durch einen neuen ersetzt.

„Das Dach darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden“, so Sandra Eggers. „Wir sind daher auf der Suche nach einem Hochsitz oder einem Hochstuhl wie beim Tennis.“ Der Blick von einer erhöhten Position erleichtere es enorm, am See den Überblick zu behalten.

Im Vorfeld der Saisoneröffnung waren die Aktiven noch einmal auf den Dienst am Badesee vorbereitet worden, indem beispielsweise Erste-Hilfe-Kenntnisse sowie Rettungsgriffe und -manöver noch einmal aufgefrischt und im Hallenbad geübt wurden. Die Taucher der DLRG haben zudem den Uferbereich rund um den Steg nach Fremdkörpern abgesucht und werden das auch während der Badesaison regelmäßig tun.

See-Eigentümer Harald Sieling bedankte sich am Samstag für die Unterstützung der DLRG-Ortsgruppe, indem er die Schwimmer nach dem Anbaden mit Gegrilltem verpflegte.

Auch wenn vorerst noch kein echtes Badewetter in Sicht ist: Sobald die Temperaturen steigen, dürfte auch die Parkplatzproblematik an der Straße „Am Zollbaum“ wieder akut werden. Sandra Eggers erinnerte in diesem Zusammenhang noch einmal an das Parkverbot im Abschnitt zwischen B 212 und der Zuwegung zum See. „Wenn dort geparkt wird, kommen weder wir mit unseren Booten durch noch der Rettungsdienst!“ Sie empfahl, entweder mit dem Fahrrad zu kommen oder das Auto an der Harmenhauser Straße, parallel zur Bundesstraße, abzustellen.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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