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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Verwirrung um Holzhausen

14.11.2018

Holzhausen /Harpstedt /Wildeshausen Rund 20 Kilometer und etwa 25 Minuten Fahrzeit im Auto liegen zwischen Holzhausen und Holzhausen. Das eine Holzhausen ist eine Bauerschaft, die zur Stadt Wildeshausen gehört und zwischen Wildeshausen und Visbek liegt. Das andere Holzhausen ist eine Ortschaft der Gemeinde Beckeln in der Samtgemeinde Harpstedt und befindet sich zwischen Harpstedt und Bassum.

In letzterem Holzhausen hatte sich am Dienstagmorgen ein schwerer Unfall ereignet, die Großleitstelle in Oldenburg alarmierte allerdings zunächst die Ortsfeuerwehren Düngstrup, Wildeshausen und Ahlhorn – diese sind aber für Holzhausen bei Wildeshausen zuständig.

Doch von vorne, was war passiert? Ein 49-jähriger Wildeshauser ist bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Er war mit seinem Audi um 5.25 Uhr in Harpstedt auf der Bassumer Straße in Richtung Bassum unterwegs, teilte die Polizei mit.

Kurz vor der Einmündung zur Straße in Richtung Klein Hollwedel – zwischen dem Wasserwerk und der Ortschaft Holzhausen – wich er auf gerader Strecke einem Tier auf der Fahrbahn aus. Dadurch verlor er die Kontrolle über sein Auto, kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der linken Fahrzeugfront mit einem Baum. Danach schleuderte der Pkw wieder zurück auf die Fahrbahn, wo er quer zum Stehen kam.

In Fahrzeug eingeklemmt

Nach dem Zusammenstoß wählte der Wildeshauser den Notruf und teilte mit, dass er in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei. Aus diesem Grund wurde neben der Polizei auch die Feuerwehr dazu gerufen – und zwar die Ortsfeuerwehren Düngstrup, Wildeshausen und Ahlhorn. „Der stellvertretende Stadtbrandmeister aus Wildeshausen, Kurt Hagelmann, hat dann bei der Großleitstelle angerufen und darauf hingewiesen, dass es sich aufgrund der angegebenen Adresse nicht um Holzhausen bei Wildeshausen, sondern um Holzhausen bei Harpstedt handeln müsse. Erst dann wurde die Feuerwehr Harpstedt alarmiert“, erklärte Christian Bahrs, Pressewart der Feuerwehren der Samtgemeinde Harpstedt, auf Nachfrage der NWZ. Das Missverständnis habe etwa zwei bis drei Minuten Zeit gekostet, schätzt Bahrs.

„Die Fahrzeuge der initiativ alarmierten Feuerwehren waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht besetzt“, sagt Stefan Abshof, der bei der Großleitstelle in Oldenburg für Qualitätsmanagement und Ausbildung zuständig ist. Dennoch könne er möglichen Unmut bei den Einsatzkräften der Feuerwehr verstehen: „Sie wurden morgens aus dem Bett geklingelt, obwohl sie gar nicht ausrücken mussten.“

Wo genau der Fehler passiert ist, kann Abshof nicht sagen. „Der Notruf ist zunächst in Diepholz eingegangen. Die Kollegen haben das an uns weitergegeben. Vielleicht kam es bei der Übertragung zu einem Fehler. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Hier haben viele Faktoren unglücklich zusammengewirkt. Aber zum Glück hatte es in diesem Fall keine schlimmeren Auswirkungen“, sagt der Zuständige bei der Großleitstelle und weist darauf hin, wie wichtig es ist, beim Notruf die richtigen Angaben zu machen und niemals zu früh aufzulegen – falls die Leitstelle eben noch Rückfragen habe.

Nachdem der Mitarbeiter der Großleitstelle die Änderung des Einsatzortes kommuniziert hatte, wurde der Einsatz für die drei Ortswehren aus Düngstrup, Wildeshausen und Ahlhorn beendet. Dagegen rückte die Harpsteder Feuerwehr mit 14 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen aus. „Entgegen der ersten Meldung, dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt sein sollte, zeigte sich ein Pkw, der im Fahrerbereich stark deformiert war, und eine schwer verletzte Person, die auf dem Beifahrersitz saß“, teilte Bahrs mit.

Von Kollegen befreit

Laut Polizei wurde der zunächst eingeklemmte Mann von Arbeitskollegen aus seiner Situation befreit und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte auch betreut. Er war dauerhaft bei Bewusstsein, klagte aber über starke Schmerzen. Mit einem Rettungswagen wurde der 49-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus, klemmte die Batterie ab und streute auslaufende Betriebsstoffe ab. Nach einer dreiviertel Stunde war der Einsatz für die Einsatzkräfte beendet. Das verunfallte Auto war nicht mehr fahrbereit und musste daher abgeschleppt werden. Die Schäden werden von der Polizei auf rund 8000 Euro geschätzt.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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Audi | Polizei | Wasserwerk | Feuerwehr | Feuerwehr Harpstedt

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