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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Ermittlungsgruppe soll eskalierte Vatertagsfeier untersuchen

16.05.2018

Hoykenkamp Nach der „Vatertags-Randale“ vom vergangenen Donnerstag in Hoykenkamp sucht die Polizei nach Beteiligten – und die Gemeinde nach Möglichkeiten, derartige Vorfälle in der Zukunft möglichst zu verhindern. Beide wandten sich am Dienstag mit Mitteilungen an die Öffentlichkeit.

Anfang dieser Woche hat der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion in Delmenhorst die Ermittlungsgruppe „Vatertag 2018“ eingerichtet. Sie soll die Geschehnisse vom Himmelfahrtstag aufklären, als vor dem Gasthof Menkens („Zum Grünen Hof“) in Hoykenkamp eine große Zahl überwiegend junger Leute höchst aggressiv gegenüber der Polizei aufgetreten war. „Strafrechtlich relevantes Verhalten“ wird jetzt untersucht. Beteiligte Personen sollen identifiziert werden – dabei wird die Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen.

Hinweise erwünscht

Insbesondere Bildmaterial ist von Interesse: Wer vor Ort Fotos oder Videos angefertigt oder solche zugesandt bekommen hat, wird gebeten, sich mit der Ermittlungsgruppe unter Telefon  04221/15 59 0 in Verbindung zu setzen. Auch Hinweise auf beteiligte Personen oder auf Verbreitung von Informationen im Internet sind erwünscht.

Unterdessen fand am Dienstag im Ganderkeseer Rathaus ein Gespräch zwischen Vertretern der Gemeindeverwaltung und der Polizei sowie dem Gastwirt Gerhard Menkens statt, der am Donnerstag in seinem Biergarten eine große Vatertags-Party veranstaltet hatte. Polizei und Wirt hätten das Geschehen vor dem Gasthof jeweils aus ihrer Sicht geschildert, teilt die Gemeinde mit.

Gerhard Menkens hatte am Tag nach den Ausschreitungen gegenüber der NWZ erklärt, dass die Aggressionen zunächst von jungen Leuten ausgegangen seien, die sich auf seinem Parkplatz aufhielten. Die Polizei hält sich mit konkreten Informationen unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zurück. Auch am Dienstag machte sie keine Angaben zur Zahl der Verletzten und möglichen Beteiligten, die in Gewahrsam genommen wurden.

„Verhalten inakzeptabel“

Beim Treffen im Rathaus verurteilten die Anwesenden „das aggressive und polizeifeindliche Verhalten der Beteiligten“. Dieses sei inakzeptabel, ebenso die Behinderung des Rettungsdienstes. Wenn die Ermittlungsgruppe der Polizei die Geschehnisse aufgearbeitet habe, solle „auf Basis von detaillierten Erkenntnissen – insbesondere über den Kreis der Beteiligten – ein Konzept erarbeitet werden“, um ähnliche Geschehnisse bei künftigen Feierlichkeiten mit größeren Besucherzahlen möglichst zu verhindern, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Als Teile eines möglichen „Maßnahmenplans“ nennt die Verwaltung die Übertragung des Hausrechts für bestimmte Bereiche – etwa den Parkplatz vor der Gaststätte – auf die Polizei oder auch eine Videoüberwachung und ordnungsrechtliche Auflagen bei größeren Veranstaltungen. Ziel solle es sein, „früher eingreifen zu können und nicht erst, wenn Streitigkeiten eskalieren“.

Keine Option ist es für die Verwaltung, eine freie Fläche für Feiernde zur Verfügung zu stellen, die nicht zu Veranstaltungen der örtlichen Gastronomie wollen. Das würde das Problem nur verlagern und auch „gesellschaftspolitisch ein völlig falsches Zeichen setzen“. Gerhard Menkens hatte eine solche Lösung vorgeschlagen.

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