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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Brandschutz: Kleiner Helfer kann Leben retten

20.04.2019

Hude Sie ist eigentlich ganz simpel die Idee. Man muss nur erst einmal darauf kommen. Jetzt dürfte das, was da von der Freiwilligen Feuerwehr in Hude in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Versicherung Oldenburg als Aktion zur Brandschutzerziehung entwickelt wurde, schnell die Runde machen im Oldenburger Land – und wohl auch bundesweit Nachahmer finden.

„Feuerwehr-Helfer“ nennt sich die kleine rote Karte mit zwei Aufklebern, die ab Ende April kostenlos ausgegeben wird.

Eine kleine gelbe Flamme klebt man von außen an die Haus- und Wohnungstür. Sie signalisiert Rettungskräften im Brandfall, dass sich auf der anderen Seite der Tür ein weiterer Aufkleber befindet, auf dem wichtige Informationen zu finden sind.

Personenanzahl im Haus. Personen mit Handicap. Photovoltaik-Anlage. Gas. Haustiere. Notfall-Nummer. Und es ist noch Platz für weitere Angaben. Denn auch Hinweise auf mögliche Stromspeicher in modernen Häusern, die bei Löschangriffen gefährlich werden können, oder auf Propangasflaschen, Munition oder ähnliche Gefahrenstoffe, sind wichtige Infos für die Einsatzkräfte, damit sie die Gefahrenlage richtig einschätzen und entsprechend handeln können.

Sicherheit erhöhen

Diese Notfall-Infos können Leben retten. Denn oft stellt ein Brand die Feuerwehr vor schwierige Herausforderungen. Im schlimmsten Fall ist niemand vor Ort, der Näheres sagen kann zu dem brennenden Objekt und seinen Bewohnern.

Die Arbeit der Feuerwehr unterstützen und die Einsatzsicherheit erhöhen, das war die Idee, die Birthe Meidl von der Geschäftsstelle der Öffentlichen in Hude beim Gespräch mit Hudes stellvertretendem Gemeindebrandmeister Jörg Schmidt während einer Präsentation der Feuerwehr auf dem Huder Bürgerfest erörterte. Die Feuerwehr stellte die ADAC-Rettungskarte vor, die bei Autounfällen wichtige Informationen zu dem Unfallfahrzeug für die Rettungskräfte vor Ort bietet.

Warum sollte es so etwas nicht auch für Häuser und Wohnungen geben? – Das war die Frage.

Gemeinsam mit Jörg Schmidt und Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf wurde an einem Konzept gefeilt. Herausgekommen ist am Ende der kleine Feuerwehr-Helfer. Er erfüllt auch alle Anforderungen an den Datenschutz, da außen nur die kleine gelbe Flamme an die Tür geklebt wird. Alle persönlichen Infos gibt es dann auf dem großen Aufkleber auf der Innenseite der Tür.

Nutzung ist freiwillig

Die Nutzung des Aufklebers ist natürlich freiwillig. Die Aktion soll zugleich dazu dienen, die Bürgerinnen und Bürger für mögliche Gefahren in der eigenen Wohnung stärker zu sensibilisieren. Wo werden zum Beispiel die Akkus für E-Bikes geladen, die nicht ganz ungefährlich sind?

„Klein aber fein. Eine geniale Idee, die ganz ohne Internet funktioniert“, freute sich Bürgermeister Holger Lebedinzew über den Einfallsreichtum der Freiwilligen Feuerwehr. In der Gemeinde Hude bringe man gerne innovative Ideen nach vorne, sagte Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf.

Man habe versucht, Platz für möglichst viele Infos, die wichtig und und hilfreich sein könnten, auf der kleinen Fläche des Aufklebers unterzubringen, erklärte Hattendorfs Stellvertreter Jörg Schmidt. Einsatzkräfte haben schon so einiges erlebt bei Löscharbeiten, bis hin zu sehr exotischen Haustieren. Diese und andere „Überraschungen“ wolle man möglichst vermeiden, so Frank Hattendorf. Der Aufkleber biete dazu eine gute Möglichkeit.

Potenzial für mehr

Der kleine Feuerwehr-Helfer, entwickelt in Hude, habe Potenzial für mehr, sagte Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer. Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsvorsitzender der Öffentlichen, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr. Die Öffentliche unterstütze gerne alle Bemühungen zur Brandschutzerziehung. Das Thema gehe jeden etwas an.

Auf der 1. Huder „Blaulichtmeile“, die am Sonntag, 2. Juni, 11 bis 18 Uhr, an der Peter-Ustinov-Schule stattfindet, wird der Aufkleber ebenfalls Thema sein.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Klaus-Dieter Derke Redakteur / Hude
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