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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Kröten vorm Unfalltod bewahren

16.03.2019

Hude /Lintel Das Frühjahr beginnt. Und mit den allmählich steigenden Temperaturen gehen Erdkröten, Moorfrösche, Grasfrösche und Molche auf Wanderschaft. Für diese Tiere beginnt jetzt die gefährliche Saison, denn oft müssen sie stark befahrene Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Jedes Jahr kommen viele Tiere zu Tode. Darauf weist die Nabu-Ortsgruppe Hude hin.

Ab einer Nachttemperatur von fünf Grad Celsius verlassen die wechselwarmen Amphibien ihre Winterquartiere in der Abenddämmerung und machen sich auf zur „Hochzeitswanderung“. Besonders bei feuchtem Wetter sind sie unterwegs. Auf den bis zu zwei Kilometer langen Wanderungen müssen sie oftmals Straßen überqueren. Manchmal bleiben die Kröten sogar längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen und werden dann ein leichtes Opfer anrollender Fahrzeuge.

Der Nabu weist auch auf eine oft unterschätzte Gefahr hin: Schon der Strömungsdruck der Fahrzeuge sorge bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 Stundenkilometern dafür, dass innere Organe der Amphibien, die am Straßenrand sitzen, zerplatzten.

Seit vielen Jahren haben Naturschützer dem Amphibientod an den Straßen den Kampf angesagt. Naturschützen in ganz Deutschland sind Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf, tragen Kröten über die Straße und legen Ersatzlaichgewässer an. „Ohne dieses vielfache Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt“, weiß man bei der Nabu-Ortsgruppe Hude.

Sie widmet sich der Krötenrettung auch in diesem Frühjahr. In den vergangenen Tagen wurde der Krötenzaun an der Linteler Straße im Bereich Schnitthilgenloh am Friedwald installiert. „Dieser Zaun hat sich im vergangenen Jahr sehr gut bewährt“, so Tomma Renker, 2. Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe. Mitglieder des Nabu nehmen die gefangenen Amphibien jeden Morgen und jeden Abend behutsam aus den direkt am Zaun eingegrabenen Eimern, zählen sie und tragen sie dann über die teilweise sehr schnell befahrene Straße. Durch den plötzlichen Kälteeinbruch und das stürmische Wetter werden die Kröten nur vereinzelt unterwegs sein, aber sobald die Nächte wärmer sind, ist abends und vor allen Dingen bei feuchtem Wetter wieder mit hohem Krötenaufkommen zu rechnen. Daher sind alle Autofahrer aufgerufen, vorsichtig und aufmerksam zu fahren.

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