• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Stolpersteine und Schlaglöcher

24.07.2019

Hude Sehr unterschiedliche Reaktionen gab es auf einen NWZ-Bericht, in dem der Huder Hans-Werner Ellerbrock seine ganz persönliche Sicht zum schlechten Zustand einiger Radwege in Hude aufzeigte. „Sooo schlimm sind die Radwege nun auch nicht. Sie sind bei angemessener Geschwindigkeit befahrbar...“, schrieb zum Beispiel ein Facebook-Nutzer. Die Radwege im kompletten Bereich des Landkreises Oldenburg seien teilweise in einem sehr schlechten Zustand, meinte hingegen ein anderer Leser.

Ein Rad im Schlagloch

Der kleine Unterschied

Rad- und Fußwege mit den blauen Verkehrszeichen bedeuten Benutzungspflicht. An der Huder Parkstraße gibt es keine Trennung zwischen Rad- und Fußweg. Es ist ein gemeinsamer Geh- und Radweg, weil die Symbole durch einen waagerechten Strich getrennt sind (Bild rechts). Fußgänger und Radfahrer teilen sich den zur Verfügung stehenden Bereich. Anders sieht es aus, wenn auf dem blauen Schild die Symbole senkrecht getrennt sind (Bild links). Dann haben Radler und Fußgänger jeweils eigene Bereiche. Dafür ist der Bürgersteig in der Parkstraße aber zu schmal.

Hannelore Koring-Schettgen aus Hude jedenfalls konnte dem Artikel „Durch die Speichen betrachtet“ in der NWZ vom 17. Juli „inhaltlich leider nur zustimmen“. „Sind die Radwege in Hude aufgrund ihres hohen Sanierungsbedarfs für Zweiradfahrer schon schwierig zu nutzen, so ist dies für Dreiradfahrer wie mich an manchen Stellen unmöglich“, sagt die 61-Jährige. Sie ist aus gesundheitlichen Gründen auf ein Dreirad angewiesen. Zweiradfahrer könnten Schlaglöchern, Unebenheiten oder hochstehenden Pflastersteinen noch mit etwas Geschick ausweichen oder sie umkurven. Für Dreiradfahrer oder wohl auch für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren sei das nicht immer möglich. „Ein Rad knallt immer durchs Schlagloch“, weiß sie.

Wir haben uns mit Hannelore Koring-Schettgen an der Parkstraße (Einfahrt Feuerwehr) getroffen. Hier führt der Rad- und Fußweg durch eine Schleuse in den Rathauspark. Diese Schleuse könne sie gut passieren, sagt die Dreiradfahrerin. Aber der Weg sei in einem schlechten Zustand. Eines ihrer Räder knalle immer genau gegen einen Grenzstein. Der steht im Weg und schaut in einem Schlagloch mehrere Zentimeter aus der Erde. Ein „Stolperstein“, der nicht sein müsse, wenn man die Wege ein bisschen besser pflegen würde.

„Das ist nur ein Beispiel“, sagt sie und erzählt von dem holprigen Radweg an der Vielstedter Straße. Der schmale Bürgersteig durch den Tunnel, den Fußgänger und Radfahrer gemeinsam nutzen, ist für sie auf drei Rädern ein Problem. Den Radweg am Huder Bach könne sie in weiten Teilen mit dem Dreirad gar nicht befahren.

Schmale Schleusen

Während die Schleuse am Rathauspark noch gut zu nehmen sei, abgesehen von dem Schlagloch, seien andere Schleusen so schmal, „dass man Angst haben muss, hängen zu bleiben.“ Mit einem Dreirad den Radweg an der Parkstraße zu befahren, sei für sie immer eine besondere Herausforderung. „Innerorts hat man es häufig auch noch mit Fahrradfahrern zu tun, die auf der falschen Seite fahren oder ihr Gefährt auf dem Gehstreifen abstellen“, erzählt sie. Rücksichtslosigkeit ärgert sie. Es gebe Stellen in Hude, wo nicht an Verkehrsteilnehmer mit Handicap gedacht werde.

Wunsch an die Gemeinde

Hannelore Koring-Schettgen jedenfalls wünscht sich von der Gemeinde, dass sie bei Anlage oder Sanierung von Radwegen einmal das schematische Denken verlasse: „Es gibt nicht nur Räder, die zwei Reifen besitzen! Aber auch alle anderen müssen einen Radweg gefahrlos benutzen können – auch bei Gegenverkehr!“ Die Huderin rechnet damit, dass die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die mithilfe von Dreirad, Rollstuhl oder Rollator gerne auch im Ort mobil bleiben möchten, in den kommenden Jahren weiter steigt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.