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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Diese Schilder gelten auch in den Ferien

30.06.2018

Hude Der Paragraf 1 der Straßen-Verkehrsordnung in Deutschland sagt eigentlich alles. Da geht es um die beiden Grundregeln: 1. Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. 2. Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Neue gesetzliche Bestimmungen zum Schutz von Kinder und Senioren im Verkehr

In der Straßenverkehrsordnung hat der Gesetzgeber die Bestimmungen für die Anordnung von Tempo-30-Bereichen geändert, um an Hauptverkehrsstraßen innerörtlich die Ausschilderung solcher Geschwindigkeitsbeschränkungen zu vereinfachen. Das war bisher mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden, weil unter anderem ein Unfallschwerpunkt nachgewiesen werden musste. Das ist jetzt nicht mehr notwendig. Nach den neuen Bestimmungen ist das Aufstellen von Tempo-30-Schildern zulässig, sobald eine Gefährdung von Kindern oder Senioren zu erkennen ist.

In der Gemeinde Hude hat der Landkreis mittlerweile an drei Stellen neue Tempo-30-Zonen ausgewiesen. Sie befinden sich auf der  Vielstedter Straße in Hude (Bereich Förderschule, evangelischer Kindergarten, Pastorei), auf der Dorfstraße in Altmoorhausen (Kita Heckenstrolche) und auf der Hauptstraße in Wüsting (Kita/Bücherei).

Das Tempo-Limit gilt montags bis freitags. Die Zeiten sind je nach Nutzung der Einrichtungen festgelegt worden. Die 30er-Zonen haben in der Regel eine Länge von 300 Metern. Im Bereich Vielstedter Straße ist die 30er-Zone etwas länger, auch wegen des Übergangs mit Druckampel, den auch viele Schülerinnen und Schüler der Oberschule nutzen.

Gleichwohl bedarf es eines riesigen Schilderwaldes, um gerade auch Auto-, Motorrad- und Lkw-Fahrer ständig daran zu erinnern, dass sie schwächere Verkehrsteilnehmer, insbesondere Kinder und Senioren, nicht gefährden.

Eine neue Gesetzeslage macht es möglich, dass auch im Landkreis Oldenburg mittlerweile viele neue Tempo-30-Zonen innerorts an Hauptverkehrsstraßen eingerichtet wurden. Da gilt dann nicht mehr 50, sondern 30 als das Maximum der erlaubten Geschwindigkeit.

In der Gemeinde Hude sind es derzeit drei Straßen, an denen durch zusätzliche Beschilderung gefordert wird, den Fuß vom Gas zu nehmen, weil in diesen Bereichen schwächere Verkehrsteilnehmer unterwegs sind. Das sind die Vielstedter Straße in Hude, die Hauptstraße in Wüsting und die Dorfstraße in Altmoorhausen.

Die meisten Autofahrer haben sich mittlerweile daran gewöhnt. Wer allerdings denkt, dass das neue Tempo-Limit in den Ferien nicht gilt, liegt falsch. Die Schilder werden in den Ferien nicht abgeklebt, sagt Heike Lüning von der Unteren Verkehrsbehörde (Landkreis Oldenburg). „Verkehrsregeln sollen verlässlich sein“, sagt sie. Das gelte für alle Seiten. „Wenn ein Verkehrszeichen aufgestellt ist, dann gilt es.“

Auch wenn die Schulen einheitlich Ferien hätten, seien die Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten in den Sommerferien sehr unterschiedlich, so Anke Hoyer vom Straßenverkehrsamt.

In der Kita Wüsting gibt es zum Beispiel gar keine Ferien, wie Leiterin Jutta Onkes berichtet. Sie begrüßt das Tempolimit vor der Wüstinger Einrichtung. Da, wo Kinder unterwegs seien, sollte man immer besonders vorsichtig sein, so Onkes. Sie hofft, dass sich alle Fahrzeugführer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Wer sich als motorisierter Verkehrsteilnehmer nicht an die Regeln hält, muss damit rechnen, dass er jederzeit erwischt werden kann von den Messgeräten der Polizei oder des Landkreises.

Wer als Autofahrer in der Tempo-30-Zone zum Beispiel mit 40 km/h unterwegs ist (nach Abzug des Toleranzwertes von 3 km/h), zahlt 15 Euro. Mit 51 bis 55 km/h sind es laut Bußgeldkatalog dann schon 80 Euro und ein Punkt. 56 bis 60 km/h in der Tempo-30-Zone werden mit 100 Euro und einem Punkt geahndet. Einen Monat zu Fuß gehen, 160 Euro zahlen und einen Punkt kassieren darf man als Autofahrer, wenn man nach Abzug des Toleranzbetrages noch 61 bis 70 km/h in der 30er-Zone unterwegs war.

Für Lkw-Fahrer wird’s laut Bußgeldtabelle noch etwas teurer.

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