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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Hut auf und reichlich Wasser zum Bier

10.06.2014
Die Sonne brennt, das Gildefest ist im vollen Gang. Allen Feierfreudigen rät der Amtsarzt des Kreisgesundheitsamtes Dr. Leonhard Hamschmidt, viel Wasser zu trinken.
Frage: Herr Dr. Hamschmidt, wie können die Wildeshauser das Gildefest katerfrei überstehen?
Dr. Leonhard Hamschmidt: Als Mediziner würde ich sagen – Maß halten.
Frage: Das heißt?
Dr. Hamschmidt: Das ist individuell verschieden. Mir reichen zwei Gläser Wein. Meinem Sohn würde ich sagen drei Bier, dann ist Schluss – da bin ich strenger Papa.
Frage: Und was sagen Sie als Außerdienstlicher und Gildefestbesucher?
Dr. Hamschmidt: Augen zu und durch – ist ja nur einmal im Jahr. Ich lebe seit 13 Jahren hier und finde, da kann man auch mal alle Fünfe gerade sein lassen. Wichtig ist aber, genügend zu trinken. Wasser meine ich. Auch wegen der hohen Temperaturen.
Frage: Wie viel?
Dr. Hamschmidt: Zweieinhalb Liter lautet die Empfehlung. Drei wären optimal. Wenn es heiß ist und getanzt wird, auch mehr. Alkohol regt zusätzlich die Nierentätigkeit an – man scheidet noch mehr Flüssigkeit aus.
Frage: Hilft tanzen denn beim Alkoholabbau?
Dr. Hamschmidt: Nein, leider nicht. Aber es gibt Möglichkeiten, die Alkoholaufnahme des Körpers zu verzögern. Schon unsere Vorfahren haben darum gewusst und fettige Speisen gegessen, damit die Wirkung langsamer einsetzt.
Frage: Zum Beispiel?
Dr. Hamschmidt: Traditionell Aal. Bratwurst eignet sich auch. Medizinische Empfehlungen sind das aber nicht...
Frage: Und fürs Katerfrühstück?
Dr. Hamschmidt: Wieder viel trinken. Und etwas Salziges essen, um den Elektrolytenverlust auszugleichen. Fischbrötchen oder Laugengebäck. Gegen Kopfschmerzen kann Kaffee helfen oder Paracetamol. An diesen Tagen ist es sinnvoll einen Hut zu tragen wegen der Sonne.
Frage: Aber ein Sonnenstich ist nicht das größte Risiko...
Dr. Hamschmidt: Nein. Stürze oder Schlägereien, weil der Alkohol die Wahrnehmung trübt und Emotionen überschäumen lässt, kommen eher vor.
Frage: Wie ist dem vorzubeugen?
Dr. Hamschmidt: Man muss seine Grenzen kennen. Oder vorab definieren. Das Ganze soll Spaß machen. Mit den Augen eines Arztes darf man das nicht sehen. Ein Gesundheitslabel bekommt das Gildefest von mir nicht.
Lea Bernsmann
Redakteurin
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2106

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