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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Interview: Warum manche Feuerwehrleute keinen Bart tragen

06.04.2018

Frage: Herr Meister, wie gut sind die Feuerwehren im Bereich Atemschutz ausgestattet?

Meister: Von den insgesamt rund 350 Mitgliedern der Einsatzabteilungen sind etwa 130 für den Einsatz unter Atemschutz ausgebildet und medizinisch tauglich. Etwa 100 davon erfüllen derzeit auch alle zusätzlichen Anforderungen.

Frage: Das bedeutet, Feuerwehrleute müssen bestimmte Dinge erfüllen, um unter Atemschutz in brennende Gebäude zu gehen?

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Meister: Ja. Neben der ärztlichen Untersuchung, die regelmäßig wiederholt wird, und dem notwendigen Lehrgang, müssen jedes Jahr drei Anforderungen erfüllt werden: Einsatzpraxis, theoretischer Unterricht und eine Belastungsübung auf der Atemschutzübungsstrecke. Bei dieser Übung wird wirklich Höchstleistung gefordert.

Frage: Und wenn jemand im Jahr keinen Einsatz unter Atemschutz fährt, ist er dann automatisch untauglich?

Meister: Nein, dafür sind dann Übungen wie die am Donnerstag der Ersatz. Außerdem dienen diese Übungen der Fortbildung unter anspruchsvollen Bedingungen.

Frage: Was ist die besondere Herausforderung beim Einsatz unter Atemschutz?

Meister: Die körperliche Anstrengung. Die Einsatzkräfte haben erstmal schwere Kleidung an. Das kann man sich wie besonders dicke Winterkleidung vorstellen, mit der man dann aber in brennende Häuser, also hohe Temperaturen, geht. Hinzu kommen die Atemschutzgeräte, die ungefähr 16 Kilogramm wiegen sowie Schläuche und weitere Ausrüstungsgegenstände.

Frage: Wie orientiert man sich eigentlich in einem stark verqualmten Gebäude, das man nicht kennt?

Meister: Immer an der Wand entlang. Ein Atemschutztrupp besteht immer aus zwei Personen. Einer davon hält immer Kontakt zur Wand und der andere hält, notfalls über Hilfsmittel, wiederum immer Kontakt zu ihm oder ihr.

Frage: Bei Einsätzen sieht man immer Atemschutzgeräteträger, die in der Gegend rumstehen und nichts tun...

Meister: Das mag auf Außenstehende so wirken ja. Das sind Sicherheitstrupps. Jedes Mal, wenn Feuerwehrleute unter Atemschutz ein Gebäude betreten, muss mindestens ein Trupp, noch besser zwei, für Notfälle zur Verfügung stehen.

Frage: Was ist eigentlich in den Flaschen, die die Trupps auf dem Rücken tragen?

Meister: Ganz normale Atemluft, nur stark komprimiert. Die reicht in der Regel ungefähr für 30 Minuten Arbeit.

Frage: Atemschutzgeräteträger sind immer glatt rasiert. Fashion-Statement oder hat das einen besonderen Grund?

Meister: Es gibt tatsächlich seit vielen Jahren einen Barterlass, der Atemschutzgeräteträgern verbietet, einen Bart zu haben. Das hängt damit zusammen, dass die Masken nicht ordentlich abdichten, wenn unter den Gummilippen Haare sind. Da gab es schon Todesfälle, weil durch die undichten Masken Brandgase gedrungen sind. Deshalb bei Atemschutzgeräteträgern immer die Devise: Wer einen Bart trägt, ist nicht einsatzfähig.


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Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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