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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Junge Rinder wie vom Erdboden verschluckt

05.11.2010

HARPSTEDT Langsam entwickelt sich die Jagd nach den entflohenen Jungrindern zu einem Blinde-Kuh-Spiel: Seit Montag werden vier rötlich-braune Tiere aus Harpstedt vermisst – und die bis zu 20 Mann starken Suchtrupps tappen im Dunkeln.

Während am Dienstag einzelne Hinweise bei der Polizei eingingen, schienen die rund eineinhalb Jahre alten Rinder bis zum Donnerstagabend wie vom Erdboden verschluckt. Zunächst stand sogar die Überlegung im Raum, sie per Hubschrauber zu suchen. Doch der müsste nach Angaben von Polizei-Sprecherin Jennifer Koch aus Hannover kommen, weshalb darauf verzichtet wurde.

Förster Heinz-Dieter Tegt­meier, Vertretung des Harpstedter Revierförsters Eber­hardt Guba, glaubt, dass ein Hubschrauber nicht weiterführen würde. Der Wald sei einfach zu dicht. „Die Tiere stehen wohl irgendwo in Deckung und bewegen sich bei dem schlechten Wetter wenig“, sagt er. Auch der Kreisveterinär Dr. Jochen Vahrenhorst glaubt, dass die Tiere zusammen unterwegs sind.

Dabei fehlt es ihnen an nichts. In ihrem Alter müssen sie nicht gemolken werden und Futter finden sie überall. „Sie haben beste Voraussetzungen“, so Vahrenhorst. Sein Kollege Dr. Gero Leiner war dabei, als eines der ursprünglich fünf Rinder am Dienstag gefangen wurde. Der Besitzer hatte das Jungrind mit einer Kuh angelockt. Doch die anderen vier Tiere sind geflohen.

Das Problem: Sie haben den Sommer auf der Weide verbracht und sind verwildert. Das mache es umso schwieriger, die scheuen Tiere, die nach Angaben von Tegtmeier über 40 km/h schnell sein können, einzufangen. Theoretisch könnten sie sich seiner Meinung nach bis in den Teutoburger Wald vorgearbeitet haben. Im schlechtesten Fall ist ihre Prognose negativ: Tegtmeier kennt ähnliche Fälle, die mit der Erschießung enden mussten. „Der Halter ist haftbar“, sagt er, „irgendwann stellen die Tiere eine Gefahr dar.“ Aber auch dafür müssten sie gefunden werden.

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