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Feuerteufel von Cloppenburg gefasst?
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Aktualisiert vor 16 Minuten.

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Feuerteufel von Cloppenburg gefasst?

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

„Wir müssen Haltung zeigen und reagieren“

21.12.2017

Kirchhatten Die Kirchhatterin Katja Radvan, Ratsvorsitzende in Hatten und zugleich Mitglied der Kreistagsfraktion der SPD, ist das Opfer von Sexismus in den eigenen Reihen geworden. Unterstützung erhält die 43-Jährige jetzt durch die ehemalige Hatter Bürgermeisterin und jetzige stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag.

Elke Szepanski hat am Dienstag unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen und Anregungen am Ende der Kreistagssitzung eine Erklärung verlesen. Hier der Wortlaut: „Wir haben als Mitglieder des Gleichstellungs- und Integrationsausschusses in der letzten Sitzung erfahren müssen, wie vielschichtig Gewalt gegen Menschen und vor allem überwiegend gegen Frauen aussehen kann, ob es jetzt häusliche oder sexistische Gewalt in jedweder Form ist. Leider wurde uns auch berichtet, dass es häufig vorkommt, dass Ersttäter meist straffrei ausgehen. Für mich ist diese Urteilspraxis nicht nachzuvollziehen.

Wir haben in der Sitzung mit Betroffenheit von Fällen gehört, die uns bei aller Bestürzung weit weg vorkamen. Leider wissen wir seit Samstag, dass es auch in unserer unmittelbaren Nähe passieren kann.

Liebe Katja, ich bedaure zutiefst, dass Du Opfer einer solchen Gewalttat geworden bist. Ich denke, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich dir, Katja, meine vollste Unterstützung zusage. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass man mit der Zahlung eines Geldbetrages die Straftat vom Tisch wischt. (Wie Elke Szepanski gegenüber der NWZ betonte, meint sie damit nicht den Beschuldigten, sondern die grundsätzliche Möglichkeit, bei einem solchen Vergehen das Hauptverfahren mit der Zahlung eines Geldbetrages abzuwenden und dadurch die Schuldfrage ungeklärt zu lassen, die Redaktion).

Das ist sowohl für dich, Katja, als auch für den Beschuldigten, der die Tat ja bestreitet, nicht befriedigend, weil auch er ein Interesse haben wird, dass diese Tat aufgeklärt wird.

Deshalb gehe ich davon aus, dass die SPD auch intern versucht, diesen Vorgang rückhaltlos aufzuklären und Frau Radvan die nötige Unterstützung angedeihen lässt.

Egal, wer der Täter ist, sie ist das Opfer. Wir können nicht immer nur aus weiter Ferne empört darüber sein, dass so etwas wo anders passiert. Wir müssen Haltung zeigen und entsprechend reagieren, wenn das in den eigenen Reihen stattfindet.“

Der Konflikt mit dem Beschuldigten – SPD-Ratsherr und Ortsvereinsvorsitzender, Oliver Toth (44), ebenfalls Kirchhatter – mündet im Januar 2018 in ein zivilrechtliches Verfahren vor dem Amtsgericht Oldenburg. Ein Strafverfahren gilt laut Amtsgericht als vorläufig abgeschlossen, nachdem sich Toth zum Zahlen einer Geldauflage in Höhe von 2000 Euro und zur Übernahme der Verfahrenskosten und Auslagen bereiterklärt hat. Dies sei allerdings kein Schuldeingeständnis, betont der 44-Jährige.

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