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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

„Monatelang stieg Rauch auf“

25.09.2018

Klein Henstedt Auch drei Wochen nach dem Ausbruch des Moorbrandes auf einem Bundeswehr-Übungsgelände bei Meppen ist unklar, wie lange dort der Kampf gegen Rauch und Flammen noch dauert. Die Berichte über die Umweltkatastrophe haben Rudi Geisler an einen Fall „vor der Haustür“ erinnert – nämlich im Kehrtau. Mit diesem Brand hatte sich Geisler in seinem Buch „Henstedter Heide“ befasst.

Darin heißt es (S. 59): „Der Kehrtau war das größte zusammenhängende Waldgebiet der Klein Henstedter Heide. Er erstreckte sich vom Klein Henstedter Schlatt über die Schweinsheide hinaus. Auf einer Karte aus der Zeit um 1900 wird erwähnt, dass er nach Auflösung der Allmende zum Nadelwald aufgeforstet wurde.

Am 24. Mai 1921 wütete ein großer Brand, der den Forst Kehrtau völlig vernichtete. Der Pächter Dietrich Schnepel hatte in der Nähe des Klein Henstedter Schlatts etwas abbrennen wollen. Weil es lange nicht geregnet hatte, entfachte der auffrischende Südostwind sofort das trockene Gras, und in Windeseile sprangen die Flammen auf die Kiefern über. Schnepel versuchte zwar sofort, Herr über die Flammen zu werden, doch als Haare, Arme und Hände bereits vom Feuer versengt waren, half nur noch ein beherzter Sprung ins moorige Schlatt.

Trotz aller Versuche der Dorfbewohner und der Feuerwehren war der Feuersturm nicht mehr aufzuhalten. Er fraß sich über die Schweinsheide hinaus bis über die heutige B 213. 64 Hektar verkohlte Brandwüste blieben zurück.

Das Feuer war noch lange nicht gelöscht, denn es hatte sich tief in den torfigen Untergrund gefressen, so dass monatelang Rauch aus der Erde aufstieg. Erst im feuchten Herbst wurde es besser, doch soll noch an Weihnachten das letzte Glutnest gelöscht worden sein.“

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