• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

König Lutz Ertelt und sein „Traumjahr“ mit 186 Veranstaltungen

11.06.2011

WILDESHAUSEN Der Terminkalender ist beinahe ebenso prall gefüllt wie der von Kanzlerin Angela Merkel. „186 Veranstaltungen habe ich seit dem Gildefest 2010 besucht, einschließlich Feuerwehrdienst“, hat Lutz Ertelt nachgerechnet.

Der König der Wildeshauser Schützengilde lebte in den vergangenen Monaten quasi im Ausnahmezustand. Und weil das Pfingstfest in diesem Jahr dank Mond und Ostern spät liegt, währt die Regentschaft der Majestät diesmal besonders lange.

„Es war ein tolles Jahr mit vielen Eindrücken“, blickt der 39-jährige Wildeshauser zurück. Bereits wenige Minuten nach dem entscheidenden Schuss an der Vogelstange kommen sogar Glückwünsche per SMS und E-Mail aus den USA und Afghanistan. Steve Feye, der 2009 mit der Feuerwehr ausmarschiert war, simst ihm die Worte „Congratulations to the king“.

Werner Schunk, ein Kamerad aus der Feuerwehr, der am Hindukusch stationiert war, gratuliert per Mail. Gänsehaut-Gefühle pur gibt es bei der Krönungszeremonie im Gasthaus Wolters mit der Übergabe des Papagoy durch Schützenbote Gerd Tschöpe. Auch die Feuerwehr ist stolz: Am Feuerwehrhaus prangt der Schmuck „Wir sind König“. Als Ertelt nach der Festwoche sein Büro im Stadthaus betreten will, hängen Krone und Papagoy vor der Tür.

Als „großartig“ bezeichnet der König die Aufnahme innerhalb der Gilde, bei Offizieren, Königs- und Wachkompanie. „Ich hatte nie das Gefühl, der Neue zu sein.“ Auch Ehefrau Verena genießt die Zeit. „Sie versteht sich prima mit den Frauen der vorherigen Könige“, erzählt Lutz Ertelt. Ein ganz besonderer Kontakt entstand zu Schaffer Arne Tschöpe und seiner Frau Melanie.

Große Unterstützung erfährt das Königspaar aus dem Familien- und Freundeskreis: „Es war nie ein Problem, unsere Kinder Philine-Marie (7) und Mats-Ole (4) unterzubringen.“ Dabei war das Jahr vollgepackt mit Gilde-Aktivitäten: Ausflüge, Neujahrsgruß der Tamboure, Rockappell, Schaffermahl und die schönen Stunden bei Geburtstagen und Feiern. Und es gibt viele Geschichten zu erzählen: „Einmal hat mich ein Taxifahrer vom Bahnhof direkt vor die Haustür gebracht“, erinnert er sich. „Dabei habe ich nur: „nach Hause“ gesagt.“ Als Majestät der Gilde ist man in Wildeshausen halt prominent.

Ertelt, seit 1989 Mitglied der Gilde, nimmt über Pfingsten stets frei. Denn schon mehrfach bestand die „Gefahr“, dass er König wird. Bereits sechs Mal legte er auf den Papagoy an – unter anderem auch beim Jubiläums-Gildefest 2003. Damals stand er im Finale. Nun ist Ertelt bereits der fünfte König aus dem „Anwärterförderkreis zur Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde von 1403“ (AFK). Das Logo prangt ebenso auf dem neuen Schild für die Königskette wie das Symbol für die Feuerwehr und die Wettkampfgruppe „Ü90“.

Am Pfingstdienstag eröffnet Ertelt mit drei Schüssen auf den Vogel das Königsschießen. Erst dann ist er auch offiziell Mitglied der Königskompanie. Zwischendurch muss er sich noch Zeit für seinen Sohn Mats-Ole nehmen.

Der wird Dienstag fünf Jahre alt. Bis dahin genießt der König die Zeit in vollen Zügen: „19 Termine habe ich am Pfingstwochenende“, freut sich Ertelt beim Blick auf den „Countdown“ auf seinem Handy. Und sein Tipp für den nächsten König? „Einfach alles mitmachen. Es macht riesigen Spaß!“

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.