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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Land unter in der Stadt: Rund 50 Einsätze

30.07.2013

Wildeshausen Schweres Unwetter über der Stadt Wildeshausen: Ein Starkregen hat am Montagabend ab 17 Uhr an vielen  Stellen der Stadt Gebäude und Straßen unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehrkräfte waren bis in den späten Abend pausenlos im Einsatz. Um 21 Uhr hatte die zentrale Stelle im Wildeshauser Feuerwehrhaus bereits 50 Einsätze registriert. Heftig erwischte es das Krankenhaus Johanneum: Hier stand das Wasser in Teilen des Kellers teilweise bis zu einem 1,50 Meter hoch, so Kreisfeuerwehrpressewart Uwe Arndt.

Allein in den zwei Stunden zwischen 17 und 19 Uhr fielen 56 Liter Regen pro Quadratmeter. So haben es Ingrid und Ulrich Schmidt am Brauereiweg gemessen. Die Folge dieses überaus heftigen Regengusses, der über dem Stadtgebiet niederging, waren gravierend: Die Regenwasser-Kanalisation war hoffnungslos überfordert, viele Kreuzungen überschwemmt, Keller geflutet, die Feuerwehr im Dauereinsatz.

Rund um das Krankenhaus Johanneum kämpften von fast allen Seiten Feuerwehrkräfte gegen die Wassermassen in den tiefer gelegenen Bereichen des Gebäudes. Besonders drastisch war es auf der Gebäudeseite der Visbeker Straße. Die Feuerwehren setzten zahllose Pumpen ein, um das Wasser wieder aus dem Gebäude zu bekommen. In dem Kellerbereich befinden sich auch technische Anlagen wie die EDV, die besonders gefährdet sind. Teile der Telefonanlage fielen aus. Auch im Café stand phasenweise das Wasser. Hier wurde gegen 20 Uhr schon wieder fleißig gewischt.

Bei den Straßen erwischte es erneut die Wittekindstraße besonders hart. Wie schon vor einigen Monaten musste sie zeitweise gesperrt werden, so hoch stand das Wasser. Der Verkehr lief nur noch einseitig. Die Parkpalette stand ebenfalls unter Wasser, ebenso der Bereich an der Westerstraße bei der Brasserie.

Zwei Schrankenanlagen der Nordwestbahn (Visbeker Straße und Bargloyer Straße) fielen aus. Zunächst sicherten Feuerwehrkräfte die Übergänge, später fuhren die Lokführer langsam an die Übergänge.

Neben allen verfügbaren Kameraden der Wildeshauser und Düngstruper Wehr kam zusätzliche Unterstützung aus Dötlingen, Neerstedt, Harpstedt, Ahlhorn sowie vom THW Wardenburg aufgrund der Lage beim Krankenhaus. Die insgesamt rund 140 Kräfte wurden am späten Abend durch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) Wildeshausen mit Essen und Trinken versorgt.

Gegen 21 Uhr ebbte die Zahl der Einsätze langsam ab. „Ich bin seit 31 Jahren bei der Feuerwehr Wildeshausen. So etwas habe ich noch nie erlebt“, so Martin Siemer in der Einsatzzentrale im Wildeshauser Feuerwehrhaus über die Folgen dieses Starkregens.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
Ulrich Suttka
Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2702

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