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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Unfallstatistik Für Den Landkreis Oldenburg: Mehr als 3000 Mal hat es in 2019 gekracht

26.03.2020

Landkreis Wenig Bewegung ist in der Verkehrsunfallbilanz für den Landkreis Oldenburg: Seit vier Jahren pendelt sich die Gesamtzahl der Unfälle bei rund 3000 ein, die Anzahl der schwer und tödlich verletzten Beteiligten hat sich kreisweit im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Das geht aus der Statistik der Polizeiinspektion Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land für 2019 hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Unfälle insgesamt

Nachdem die Gesamtzahl der Unfälle 2018 (2954) um drei Prozent gesunken war, stieg sie im vergangenen Jahr um den gleichen Wert wieder an auf 3053. Seit 2016 bewegt sie sich im Bereich um 3000, in den Jahren davor lag die Zahl deutlich niedriger. Hauptunfallursachen sind Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren, Vorfahrtsmissachtung sowie zu geringer Sicherheitsabstand und überhöhte Geschwindigkeit. Zugenommen haben wieder die Wildunfälle. Diese erreichten mit 947 (2018: 888) einen absoluten Höchststand.

Tote und Verletzte

404 Menschen wurde 2019 bei den Unfällen im Kreisgebiet verletzt, das waren rund zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Leicht zugenommen hat aber die Anzahl der Schwerverletzten (90 gegenüber 87 in 2018), während die Zahl der Verkehrstoten mit zwölf gleich blieb. Zuvor hatte es jahrelang weniger Tote auf den Straßen im Landkreis gegeben, zuletzt war der Wert 2010 (14 Tote) höher. Kinder starben – wie schon 2018 – nicht im Verkehr, sechs unter 14-Jährige erlitten bei den Unfällen im Landkreis jedoch schwere Verletzungen.

Junge Fahrer

Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Autofahrer war der Blutzoll unter den 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmern vergleichsweise hoch: Vier Personen aus dieser Altersgruppe kamen 2019 ums Leben. Zwei junge Leute – eine 19-Jährige und ein 20-Jähriger aus Wildeshausen – starben Anfang September als Mitfahrer im Pkw eines 18-Jährigen, der in Neerstedt gegen zwei Bäume prallte. Im August wurde ein 20-jähriger Motorradfahrer in Stiftenhöfte getötet, im Dezember verunglückte ein 20-jähriger Autofahrer auf der Hatter Landstraße tödlich.

Senioren

Die Zahl der Senioren, die im Landkreis Oldenburg schwer verunglückten, nahm 2019 hingegen ab. 17 Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre wurden schwer verletzt, zwei kamen ums Leben: ein 74-jähriger Pedelec-Fahrer in Hatten und ein 89-jähriger Autofahrer in Munderloh.

Rad-Unfälle

165 Fahrradfahrer waren 2019 an Unfällen im Landkreis beteiligt, nach 174 im Jahr davor wieder ein leichter Rückgang. Zwei Radfahrer starben im Verkehr, 19 wurden schwer verletzt – diese Werte sind seit Jahren relativ konstant.

Krad-Unfälle

Mit 84 Motorradfahrern registrierte die Polizei 2019 eine leicht Zunahme bei den Unfallbeteiligten. Zwei kamen ums Leben: Neben dem jungen Mann in Stiftenhöfte verunglückte ein 53-jähriger Mofa-Fahrer im April in Huntlosen tödlich. 17 Kradfahrer erlitten schwere Verletzungen, vier weniger als 2018.

Weniger Unfälle und Verletzte auf den Autobahnen

Auf den Autobahnen befinden sich die Unfallzahlen im Rückwärtsgang: 1520 Unfälle meldete die Autobahnpolizei Ahlhorn für ihren Zuständigkeitsbereich, der die Autobahnen 1, 28 und 29 sowie die B 75 im Bereich zwischen Lohne, Oldenburg und Bremen umfasst – insgesamt 145 Kilometer. Gesunken ist auch die Anzahl der Verletzten insgesamt (204) sowie der schwer (59) und tödlich Verletzten (fünf).

Den Rückgang gegenüber 2018, als noch 1730 Unfälle mit 233 Verletzten und acht Toten gezählt wurden, erklärt die Polizei vor allem mit dem Abschluss der Bauarbeiten zwischen Stuhr und Brinkum. Dennoch beeinflussen die Baustellen – unter anderem die Erneuerung der Ochtumbrücke und die Reparaturarbeiten auf der A 29 sowie auf der A 1 zwischen Groß Ippener und Wildeshausen – das Unfallgeschehen weiterhin sehr stark, teilt die Polizei mit.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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