• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Erdbeben In Neuseeland: Wildeshauserin erlebte letzte Urlaubstage in Trümmern

22.11.2016

Wildeshausen /Neuseeland Erst hatte Kim kleine Holthaus gedacht, ihre Freundin wolle sie veräppeln. Dann dachte die 22-jährige Wildeshauserin an einen heftigen Sturm. Aber das, was sie an dem 14. November um kurz nach 0 Uhr weckte, war ein Erdbeben.

Erdbeben bereits 2011

Kim und ihre drei Freundinnen, Helena Odrian, Jessica Singletary und Jana Denker, waren in Neuseeland, als das Erdbeben der Stärke 7,5 die Südinsel erschütterte. Es sollte die letzte Woche eines dreiwöchigen Urlaubs sein. „Immerhin zwei Wochen liefen planmäßig“, sagt Kim. So, wie noch vor wenigen Tagen der Boden unter ihren Füßen bebte, so bebt auch ihre Stimme beim Erzählen. Kein Wunder: Die Wildeshauserin kam erst am Sonntag nach Hause, die Ereignisse sind noch nicht ganz verdaut.

Rückblick: Am 29. Oktober landeten Kim und ihre Freundinnen im neuseeländischen Auckland. Von dort aus begann ihr Urlaub als „Backpacker“ (Rucksacktouristen). Das heißt, die vier Frauen fuhren mit Rucksäcken und einem gemieteten Van durch Neuseeland. „Wir sind gesurft, sind viel rumgelaufen, haben viel von der Landschaft gesehen“, sagt Kim. Die vierköpfige Gruppe reiste auch nach Christchurch. Die Stadt sei nach wie vor eine Baustelle, erzählt Kim. 2011 hatte es dort ein starkes Erdbeben gegeben, weit mehr als 100 Menschen waren ums Leben gekommen. Die Freundinnen unterhielten sich darüber, wie es wohl sein müsse, solch ein Erdbeben zu erleben. Dann kam die Nacht vom 13. auf den 14. November.

Die Gruppe zeltete an der Küste nahe der Stadt Kaikoura. Alle schliefen, als der Boden zu beben begann. „Wie Ameisen auf einem großen Teller, der geschüttelt wird, fühlten wir uns“, beschreibt Kim die Situation. Man könne nichts dagegen tun. Ungefähr eine Minute dauerte das Beben.

Mit fast 40 weiteren Urlaubern blieben sie und ihre Freundinnen drei Tage lang an der Küste am Strand, wurden von Andrew und Donna Snow, zwei Farmern, unter anderem mit Trinkwasser versorgt. Die Straßen waren verschüttet, Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Als Kim die verschobenen Straßen sah, wurde ihr das Ausmaß bewusst. „Erst dann verstanden wir, was passiert war.“ Das Essen musste rationiert werden, ein halber Toast mit Avocado war ein normales Frühstück.

Rettung per Schiff

Nach drei Tagen wurden 500 Touristen, darunter die vier Frauen, per Schiff nach Christchurch gebracht. Von dort aus ging es nach drei Tagen weiter zum Flughafen nach Auckland. Am Sonntag, um 13 Uhr, landete Kim wieder in Hamburg. Und auch wenn sie froh ist, wieder sicher schlafen zu können: Die Bilder von den Trümmern, vor denen etliche Neuseeländer stehen, lassen sie nicht wirklich zur Ruhe kommen.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2708
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.