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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Scharfe Hunde verweigern Einsatzkräften ersten Zutritt

12.12.2018

Munderloh Dicke Rauchschwaden und ein üblicher Geruch von verbrannten Gummi hingen am Dienstagvormittag über Munderloh. Ein Recycling-Betrieb im Gewerbepark, der auf Autoverwertung spezialisiert ist, stand in Flammen. Rund 200 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Wegen des dichten Rauches, der die Sicht im Umfeld stark behinderte, musste sogar die Anschlussstelle Hatten gesperrt werden, so dass ein Verlassen der Autobahn 28 an der Anschlussstelle Hatten aus beiden Richtungen nicht mehr möglich war. Die Bevölkerung wurde mit Hilfe von Rundfunkdurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Gegen 6.15 Uhr war der Feuerwehr per Notruf brennende Paletten gemeldet worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte aus sieben Ortswehren fest, dass sich der Brand bereits ausgebreitet hatte und Altfahrzeuge, Container und Reifen. Auch mehrere Gasflaschen waren von den Flammen eingeschlossen, wie der Gemeindepressewart der Feuerwehr Dötlingen, Jannis Wilgen, in Absprache mit dem Hatter Gemeindebrandmeister mitteilte.

Zahlen zum Großeinsatz

Sieben Ortsfeuerwehren (Dingstede, Kirchhatten, Sandkrug, Neerstedt, Altmoorhausen, Hude und Wüstung) waren in Munderloh mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Dazu kam die Schnell-Einsatz-Gruppe der Malteser mit 16 Helfern und zwei Rettungswagen.

Verlegt wurden zwei 600 Meter lange Schlauchleitungen. Die Löschwasserversorgung erfolgte über einen Bohrbrunnen und mehrere Hydranten. Bei der Berufsfeuerwehr in Oldenburg mussten zusätzlich 1000 Liter Schaummittel angefordert werden.

Allerdings gestaltete es sich schwierig, das Betriebsgelände zu betreten. „Die Einsatzkräfte standen erstmal fünf bis zehn Minuten vor dem Tor, weil das Gelände von drei scharfen Hunden bewacht wurde“, beschreibt Kreisbrandmeister Andreas Tangemann die Anfangssituation gegenüber der NWZ. Mitarbeiter hätten sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem Gelände befunden.

Auch die Wege auf dem Gelände, so der Kreisbrandmeister, erwiesen sich zum Teil als als recht unzugänglich, da Sicherheitsabstände zwischen den Reifenstapeln augenscheinlich nicht gewahrt worden waren. Dennoch: „Die Feuerwehr hatte den Brand recht schnell im Griff“, so Tangemann erleichtert. Unterstützung hätten die Wehren auch von der benachbarten Firma Büfa bekommen, die einen Wasserwerfer zur Verfügung stellte.

Um an ausreichend Löschwasser zu gelangen, musste laut Polizei die Munderloher Straße zwischen A 28 und Helmerweg sperren. Bei den Löscharbeiten kam es wiederholt zu Explosionen, berichtet die Feuerwehr. Weil das Löschwasser aber in umliegende Gräben floss, wurde der Umweltdienstleister Umweltschutz Nord aus Ganderkesee um Hilfe gebeten, um die Gräben auszupumpen. Ein Bild vor Ort, so berichtet der Kreisbrandmeister, machten sich auch Mitarbeiter der Gewerbeaufsicht und der Unteren Wasserbehörde.

Verletzungen erlitt keiner, so die Polizei. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung konnten die Brandursachenermittler ihre Arbeit nicht sofort aufnehmen. Zur entstandenen Schadenshöhe war deshalb am Dienstag noch keine Angabe möglich.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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