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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Feuerwehr Neerstedt greift auf LF 8 zurück

07.08.2019

Neerstedt Nach dem Schock wegen des Brands des Neerstedter Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20) am 28. Juli herrscht bei der Freiwilligen Feuerwehr Neerstedt inzwischen wieder Aufbruchstimmung. Inzwischen ist ein Ersatzfahrzeug gefunden worden. Erst zwei Tage vor dem Feuer hatte die Brettorfer Wehr nämlich ihr neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt. Das ursprünglich für die Ausmusterung vorgesehene Vorgängerfahrzeug aus Brettorf kann daher übergangsweise in Neerstedt als Ersatz stationiert werden. Das berichtet Gemeindefeuerwehrpressewart Jannis Wilgen.

Das alte Brettorfer Löschgruppenfahrzeug (LF) 8 von Iveco Magirus stammt aus dem Jahr 1991. Da sich dessen früherer Einsatzzweck insbesondere mit Blick auf die technische Hilfeleistung stark von dem des HLF 20 unterscheide, seien zur Unterbringung der Ausrüstung nun zunächst zahlreiche Umbauarbeiten notwendig, erläutert Wilgen.

Eine sechsköpfige Gruppe der Neerstedter Wehr arbeite deswegen mit Hochdruck daran, die Einsatzbereitschaft des Ersatzfahrzeuges herzustellen. Dazu wurde in einem ersten Schritt die umfangreiche Ausstattung des HLF 20 nach Notwendigkeit kategorisiert. Die komplette Beladung hatte bei dem Brand gerettet werden können, jedoch passt diese aufgrund von Platz- und Gewichtsbeschränkungen nicht vollständig auf das LF 8.

Bei den Umbaumaßnahmen genießt die Unterbringung der Gerätschaften für Verkehrsunfälle die höchste Priorität. Während die Rettungsplattform für LKW-Unfälle bereits kurzfristig auf dem Neerstedter Schlauchwagen untergebracht werden konnte, soll der hydraulische Rettungssatz künftig nach einer Anpassung der Halterungen auf dem ehemaligen Auszug für tragbare Pumpen im Heck des LF 8 verstaut werden. Für die Brandbekämpfung konnten bereits die Atemschutzgeräte, Schläuche und diverse wasserführende Armaturen untergebracht werden.

Das durch das Feuer schwer beschädigte HLF 20 wurde zwischenzeitlich auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ganderkesee durch einen Gutachter in Augenschein genommen. Sein Bericht zum Schaden muss nun abgewartet werden.

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